Parlamentarischer Abend unser VKU - Landesgruppe – Ein voller Erfolg 19.11.25

Am 18.11.25 durften wir im Restaurant Schorse in Hannover zahlreiche Gäste aus Politik und Kommunalwirtschaft zu unserem Parlamentarischen Abend begrüßen. Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht – ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Themas „Zukunft der kommunalen Infrastruktur – Zwischen Anspruch und Realität“.

In der Podiumsdiskussion wurden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze für die kommunale Daseinsvorsorge intensiv diskutiert:
✅ Frank Wiegelmann; VKU Landesgruppenvorsitzender, betonte, dass 90 % aller Vergaben im Unterschwellenbereich stattfinden. Ein Wegfall der aufwendigen Vergabeverfahren würde kommunale Unternehmen erheblich entlasten und dringend benötigte Ressourcen für den Ausbau und Erhalt der Energie- und Wasserinfrastruktur freisetzen.
✅ Olaf Schröder, VKU Arbeitskreisvorsitzender, unterstrich die Notwendigkeit schnellerer und einfacherer Verfahren, um Zeit, Personal und Baukosten zu sparen – und damit auch die Gebührenzahlenden zu entlasten.
✅ Umweltminister Christian Christian Meyer sprach sich für die Beibehaltung des Tariftreuegesetzes für Sektorenauftraggeber aus, zeigte sich aber offen für Erleichterungen im Vergaberecht. Wiegelmann brachte einen Kompromissvorschlag ein: Die Ausnahme der Sektorenauftraggeber soll bestehen bleiben, die Einhaltung der Tariflöhne anderweitig geregelt werden.
✅Marcel Scharrelmann, CDU-Fraktion, unterstützte die Forderungen der Praktiker und plädierte für bessere Rahmenbedingungen: Bürokratieabbau, Planungsbeschleunigung und Genehmigungsfiktion bei Überschreiten von Bearbeitungsfristen.
✅ Minister Meyer machte zudem deutlich, dass Investitionen in kritische Infrastruktur nicht allein von Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen werden dürfen. Besonders bei Stromnetzen sei eine Finanzierung durch die öffentliche Hand notwendig.
✅ Ein weiteres wichtiges Thema: die Stilllegung von Gasnetzen. Frank Wiegelmann forderte eine Duldungsverpflichtung für stillgelegte Gasnetze und warnte vor finanziellen Risiken für kommunale Unternehmen durch ggf. notwendige vorzeitige Abschreibungsverpflichtungen – beides Punkte, die breite Zustimmung fanden.


Der Abend hat gezeigt: Kommunale Unternehmen brauchen praxisnahe Lösungen, um die Energiewende und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Wir danken allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch und freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs!