Dürresituation und Wassercent im Fokus unseres Parlamentarischen Frühstücks

22.10.26

Unser Parlamentarisches Frühstück mit Mitgliedern des Umweltausschusses stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Wassers. Die Vertreter unserer Mitgliedsunternehmen schilderten den Abgeordneten eindrücklich die aktuelle Situation vor Ort und tauschten sich zu Lösungsansätzen aus.

Am 22. Oktober hatten wir die Möglichkeit, uns mit Mitgliedern des Umweltausschusses zu den aktuellen Themen der Wasserwirtschaft auszutauschen. Die weiterhin angespannte Wassermangellage und die Mittelverwendung des Wassercents standen dabei im Fokus.

So schilderte Peter Humboldt, Werkleiter der Stadtwerke Bad Wörishofen, eindrucksvoll die schwierige Situation im ehemals wasserreichen Allgäu. Quellschüttungen und Grundwasserneubildung sind sehr stark zurückgegangen und auch geplante Verbundleitungen könnten nur helfen, wenn es in der Fläche genügend Wasser gebe. Derzeit fließe zu viel des kostbaren Niederschlags zu schnell durch Drainagen sowie versiegelte und verdichtete Böden ab.

Marcus Steurer, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Bayern und Geschäftsführer der infra fürth gmbh, machte daher die Dringlichkeit eines Umdenkens klar. Wir bräuchten wirksame Maßnahmen für genügend und qualitativ hochwertiges Wasser. Der Wassercent biete sich hierfür zum Beispiel als Finanzierungsinstrument an, wenn er zweckgebunden, zusätzlich und langfristig zur Sicherung unserer Wasserressourcen eingesetzt werde. Denn Wasser, das vor Ort zur Verfügung steht und nicht aufwendig aufbereitet werden muss, trägt wesentlich zu unserer Resilienz bei und spart Kosten und Energie.

Grundlage sind dabei verlässliche, langfristige und ausreichende Wasserrechte für die öffentlichen Wasserversorger. Christof Lautner, Werkleiter des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe, sprach sich für beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie bessere Strategien bei Nutzungskonkurrenzen aus. Dabei müsse die sichere Versorgung der Bevölkerung durch die öffentliche Wasserversorgung Vorrang haben. Wichtig sei zudem, die Wasserthematik im Planungs- und Baurecht zu verankern und konsequent zu berücksichtigen.

Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Abgeordneten für Ihr Interesse und diese wichtigen Gespräche.