Hintergrundinfos

Sammelstellen-Suche für E-Schrott

Vielen in der Bevölkerung ist noch immer nicht bekannt, wo genau sie ihre Elektro-Altgeräte zurückgegeben können, damit diese richtig entsorgt werden. Mit dem E-Schrott-Rückgabefinder man nun schnell die Rückgabemöglichkeiten in der näheren Umgebung ausfindig machen. Auf der Webseite e-schrott-entsorgen.org gibt es dafür einen sogenannten Rückgabefinder. In der Suchmaske gibt man den Ort oder die Postleitzahl ein, danach erscheint eine Auflistung der nächstgelegenen Rückgabestellen.

Der Rückgabefinder ist eine Maßnahme der Verbraucherinformationskampagne Plan E. Mit Plan E klärt die Stiftung elektro-altgeräte register seit 2019 die Bevölkerung rund um das Thema Elektro-Altgeräte auf. Ins Leben gerufen wurde diese Sammelstellensuche von der Firma hpm (Hellmann Process Management).

„Der Rückgabefinder gibt den Bürgerinnen und Bürgern eine schnelle Antwort auf die Frage nach der nächsten Rückgabemöglichkeit für ihre Elektro-Altgeräte“, sagt ear-Vorstand Alexander Goldberg. Das Angebot beinhaltet zunächst die kommunalen Rückgabemöglichkeiten, sei aber offen für alle weiteren Rücknahmestellen.

Vielen in der Bevölkerung ist noch immer nicht bekannt, wo genau sie ihre Elektro-Altgeräte zurückgegeben können, damit diese richtig entsorgt werden. Mit dem E-Schrott-Rückgabefinder man nun schnell die Rückgabemöglichkeiten in der näheren Umgebung ausfindig machen. Auf der Webseite e-schrott-entsorgen.org gibt es dafür einen sogenannten Rückgabefinder. In der Suchmaske gibt man den Ort oder die Postleitzahl ein, danach erscheint eine Auflistung der nächstgelegenen Rückgabestellen.

Der Rückgabefinder ist eine Maßnahme der Verbraucherinformationskampagne Plan E. Mit Plan E klärt die Stiftung elektro-altgeräte register seit 2019 die Bevölkerung rund um das Thema Elektro-Altgeräte auf. Ins Leben gerufen wurde diese Sammelstellensuche von der Firma hpm (Hellmann Process Management).

„Der Rückgabefinder gibt den Bürgerinnen und Bürgern eine schnelle Antwort auf die Frage nach der nächsten Rückgabemöglichkeit für ihre Elektro-Altgeräte“, sagt ear-Vorstand Alexander Goldberg. Das Angebot beinhaltet zunächst die kommunalen Rückgabemöglichkeiten, sei aber offen für alle weiteren Rücknahmestellen.

VKU Information 89 - DIE KOMMUNALE ERFASSUNG VON ELEKTRO- UND ELEKTRONIKALTGERÄTEN - Praktische Fragen und Antworten

Die Erfassung von Elektro- und Elektronikaltgeräten erfordert umfassende Fachkenntnis und Verantwortung. Diese Infoschrift 89 fasst die bisher gemachten Erfahrungen der Kommunen in der Elektro-und Elektronikaltgeräteerfassung zusammen und liefert praktische Lösungsvorschläge für wesentliche Probleme bei der Umsetzung des neuen Elektrogesetzes. Die Schrift leistet damit einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung und Qualitätssteigerung der komplexen Elektro- und Elektronikaltgeräteerfassung und dient dazu, die kommunalen Kompetenzen in diesem Bereich weiter zu stärken.

Elektroaltgeräte und Batterien

Warum können Elektrogeräte und Batterien gefährlich für die Umwelt sein?

Neben wertvollen Metallen enthalten Elektrogeräte oft auch Schadstoffe wie Quecksilber, Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder polybromierte Flammschutzmittel. Werden sie falsch entsorgt, gefährden sie Gesundheit und Umwelt. Gleiches gilt für Batterien, die giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium oder Blei enthalten können. Besondere Gefahren gehen von den sehr energiereichen Lithium-Ionen-Akkumulatoren aus, die Brände verursachen können.

Woran lassen sich energieeffiziente und nachhaltige Elektrogeräte erkennen?

Zwar gibt es mittlerweile für viele große Elektrogeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Geschirrspüler die EU-Energieverbrauchskennzeichnung. Für die vielen kleinen Haushaltshelfer gilt sie jedoch nicht. Bei Wasserkochern, Kaffeemaschinen und Haartrocknern kennzeichnet vor allem der „Blaue Engel“ die energiesparendsten Produkte. Aber auch Langlebigkeit und Reparierbarkeit ist bei Elektrogeräten besonders wichtig, da der Energie- und Ressourcenverbrauch während der Produktion der Geräte sehr hoch ist: 141 Kilo Abfall fallen bei der Produktion eines durchschnittlichen Staubsaugers an, bei einem Bügeleisen sind es 136 Kilogramm und bei einem Toaster immerhin noch 78 Kilogramm.

Die Vergabekriterien des Blauen Engel enthalten überdurchschnittlich hohe Anforderungen an die Haltbarkeit und Belastbarkeit von Haushalts- und Elektrogeräten. Bei Geräten, die mit elektromagnetischer Strahlung arbeiten, wie Mobil- und Haustelefone, setzt der Blaue Engel anspruchsvolle Grenzwerte, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Wie werden Elektroaltgeräte und Altbatterien richtig entsorgt?

Elektroaltgeräte, Altbatterien und -akkus gehören nicht in den Hausmüll (und nicht in die Umwelt). Verbraucher sind verpflichtet, sie richtig zu entsorgen: Entsorgungsmöglichkeiten gibt es insbesondere beim kommunalen Wertstoffhof oder im Handel. Neben den Wertstoffhöfen existieren in vielen Kommunen sogenannte Schadstoffmobile, die wochentäglich zu unterschiedlichen Standorten im Gemeindegebiet kommen und bei denen Altbatterien, Akkus und häufig auch kleine Elektroaltgeräte abgegeben werden können. Außerdem gibt es in diversen Kommunen das teilweise kostenpflichtige Angebot, Elektroaltgeräte vom Grundstück bzw. aus der Wohnung abholen zu lassen.

- Bei den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben Verbraucher können sowohl ihre alten Geräte als auch ihre Altbatterien an den kommunalen Wertstoffhöfen kostenlos zurückgeben. Das gilt auch für Autobatterien mit Pfand, sofern der jeweilige Wertstoffhof sich an der Sammlung dieser Batterien beteiligt (dies sollte vom Bürger vorab geprüft werden, etwa über die Homepage des Abfallbetriebs).

- Im Handel Zur kostenlosen Rücknahme von Altgeräten sind alle großen Händler verpflichtet, die auf einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern Elektrogeräte verkaufen. Das neue Elektrogesetz aus dem Jahr 2021, das ab dem 1. Januar 2022 gilt, umfasst eine Rücknahmepflicht auch für Vertreiber von Lebensmitteln mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die mehrmals im Kalenderjahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte anbieten und auf dem Markt bereitstellen, wobei sie bis zum 30.06.2022 Zeit haben, die Rücknahmestellen einzurichten. Dabei macht das Gesetz im Grundsatz keinen Unterschied zwischen stationärem Einzel- und Onlinehandel. Beim Onlinehandel wird entsprechend die Versand- und Lagerfläche zu Grunde gelegt. Ein Altgerät muss immer kostenlos zurückgenommen werden, wenn ein entsprechendes Neugerät derselben Geräteart gekauft wird.

Kleinere Geräte wie Rasierer, elektronische Zahnbürsten und Mobiltelefone (Geräte, die in keiner Abmessung länger als 25 Zentimeter sind) müssen auf Verlangen immer, auch ohne Neukauf, kostenlos zurückgenommen werden. Die Rücknahme ist hierbei auf drei Altgeräte pro Geräteart beschränkt. Händler, die nicht unter die Pflicht fallen, können Elektro-Altgeräte freiwillig zurücknehmen. Geräte-Altbatterien müssen von Händlern kostenlos zurückgenommen werden. Dafür stellen Supermärkte, Discounter, Drogerien oder Baumärkte unter anderem Sammelboxen bereit.

Woran erkennen Verbraucher Sammelstellen von Kommunen und Handel?

Um das Auffinden der Sammelstelle für den Verbraucher zu erleichtern, sollten diese einheitlich und umfassend gekennzeichnet sein. Dies ist in der Praxis aber häufig nicht der Fall. Ab 1.1.2022 haben die Sammelberechtigten für Elektroaltgeräte (darunter u. a. Kommunen, Vertreiber, Hersteller) ihre Sammel- und Rücknahmestellen durch die von der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (Stiftung EAR) entworfene einheitliche Kennzeichnung kenntlich zu machen.

Wie werden Elektroaltgeräte und Altbatterien recycelt?

Um gefährliche Abfälle umweltgerecht und ressourcenschonend zu entsorgen und das Recycling optimal vorzubereiten, sind solche Abfälle einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Erfassung u.a. über die kommunalen Sammelstellen zuzuführen. Die sich anschließenden Behandlungs- und Verwertungsverfahren variieren nach Geräteart und Inhaltsstoffen.

- Elektroaltgeräte mit Blick auf: Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing: Daraus stellen Metallhütten neue Produkte her. Leiterplatten und Co. wandern in bestimmte Kupferhütten, die auf die Rückgewinnung von Edel- und Sondermetallen spezialisiert sind. Kunststoffe werden energetisch verwertet und zum Teil recycelt. Deutschland hat 2016 über alle Sammelgruppen hinweg die vorgegebenen Recyclingquoten eingehalten.

- Altbatterien und –akkus: Altbatterien und -akkus werden nach chemischen Batteriesystemen sortiert und dann thermisch verwertet. Auf diese Weise werden Metalle zurückgewonnen, die für die Herstellung neuer Batterien genutzt werden. Heute stammt der Großteil der Bleiproduktion in der EU vorwiegend aus dem Batterierecycling. Beispiele für die Sammlung, Behandlung und Entsorgung - Kühlgeräte bedürfen wegen der enthaltenen klimaschädlichen Stoffe einer besonderen Behandlung, die die klimaschädlichen Stoffe verlustfrei aus dem Stoffkreislauf ausschleust. Zuerst wird das Kühlmittel-Öl-Gemisch abgesaugt und entgast. Anschließend erfolgen in gekapselten Anlagen eine mechanische Zerkleinerung der trockengelegten Korpusse und eine Rückgewinnung der Treibmittel aus dem Isolationsmaterial.

- Energiesparlampen: Wesentliches Ziel bei der Behandlung von Lampen ist die Entfernung und Ausschleusung des Quecksilbers aus dem Stoffkreislauf. Durch die zur Anwendung kommenden Recyclingverfahren wird gewährleistet, dass durch die Outputfraktionen wie Glas, Kunststoffe, Metalle oder Leuchtpulver keine Verschleppung des Quecksilbers erfolgt.

- Computer, Monitore und Fernseher werden meist manuell zerlegt: Fachkräfte entfernen schadstoffhaltige Bauteile wie quecksilberhaltige Hintergrundbeleuchtungen von Flachbildschirmen und bauen wertvolle Bauteile wie Leiterplatten aus. Der Rest wird geschreddert und nach Stofffraktionen sortiert.

Wie lässt sich Abfall aus Elektroaltgeräten und Altbatterien vermeiden?

Je mehr Produkte auf den Markt gebracht und gekauft werden, desto mehr Abfall entsteht. Zudem wird viel Energie für die Herstellung verbraucht. Verbraucher können einen Beitrag zur Abfallvermeidung leisten, indem

- sie bewusst konsumieren: Die Herstellung von Batterien verbraucht zwischen 40 und 500-mal so viel Energie, wie die Batterien später zur Verfügung stellen. Akkus haben die bessere Energie- und Umweltbilanz, da sie wieder aufgeladen werden können. Und sie schonen den Geldbeutel: Energie aus AA-Batterien ist 300-mal teurer als Energie aus dem Netz. Zudem lohnt es sich, nach Alternativen zu batteriefreien Produkten Ausschau zu halten. Orientierung gibt das Umweltzeichen „Blauer Engel“.

- sich informieren: Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner und elektronische Displays wie Fernseher und Monitore gibt es seit März 2021 neue EU-Energieeffizienzlabels. Die neuen Labels zeigen unter anderem den Strombedarf des Geräts an. Bei Wasserkochern, Kaffeemaschinen und Haartrocknern kennzeichnet vor allem der „Blaue Engel“ die energiesparendsten Produkte. Aber auch Langlebigkeit und Reparierbarkeit ist bei Elektrogeräten besonders wichtig, da der Energie- und Ressourcenverbrauch während der Produktion der Geräte sehr hoch ist. Bei Geräten, die mit elektromagnetischer Strahlung arbeiten, wie Mobil- und Haustelefone, setzt der „Blaue Engel“ anspruchsvolle Grenzwerte, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

- Kaputtes reparieren statt wegwerfen. Wer bei der Reparatur Hilfe benötigt, kann nach Repair-Cafés in der näheren Umgebung Ausschau halten. Dort können alte Geräte unter Anleitung, mit dem notwendigen Equipment und in Gesellschaft anderer repariert werden. Eine aktuelle Liste von Repair-Cafés findet sich zum Beispiel hier.

Ein Vorreiter-Exempel statuiert diesbezüglich das Bundesland Thüringen: Seit dem 15. Juni 2021 können Verbraucher dort einen „Reparaturbonus“ beantragen, dieser entspricht 50 Prozent der Brutto-Rechnungssumme, maximal 100 Euro pro Person innerhalb von zwölf Monaten. Reparaturen werden aber erst ab einem Rechnungsbetrag von 50 Euro gefördert. Informationen zum Reparaturbonus finden Sie hier.

Außerdem sind natürlich auch die Hersteller in der Pflicht: Um ihrer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft gerecht zu werden, sollten sie ihre Produkte recyclingfähig und reparierbar gestalten. Dann können Verbraucher sie länger nutzen.