VKU: Kommunale Winterdienste im Dauereinsatz – Servicetipps für sicheres Räumen und Streuen

Angesichts der anhaltenden Minusgrade und des angekündigten Neuschnees in großen Teilen Deutschlands weist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf die hohe Bedeutung eines verlässlichen Winterdienstes hin.

08.01.26

Berlin, 8.01.2026. Angesichts der anhaltenden Minusgrade und des angekündigten Neuschnees in großen Teilen Deutschlands weist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf die hohe Bedeutung eines verlässlichen Winterdienstes hin. Die kommunalen Unternehmen und Stadtreinigungsbetriebe arbeiten derzeit kontinuierlich im Einsatz, um Straßen, Radwege und öffentliche Flächen verkehrssicher zu halten.

Zuständigkeiten im Winterdienst

„Unsere Teams sind seit Tagen im Dauereinsatz. Sie räumen, streuen und sichern die Infrastruktur bestmöglich, damit das öffentliche Leben trotz der extremen Witterung weiterläuft“, sagt Uwe Feige, VKU Vizepräsident und Leiter des Kommunalservice Jena. Er betont, dass der Winterdienst eine Gemeinschaftsaufgabe sei, bei der kommunale Betriebe und Anlieger gleichermaßen gefordert sind.

Für den Winterdienst auf Hauptverkehrsstraßen, wichtigen innerörtlichen Verbindungsstraßen sowie auf vielen Radwegen sind die kommunalen Unternehmen zuständig. Sie kümmern sich außerdem um Bushaltestellen, Brücken und zentrale öffentliche Plätze. Prioritätenpläne sorgen dafür, dass besonders stark frequentierte Bereiche zuerst bearbeitet werden. Viele Kommunen übertragen die Räum- und Streupflicht für Gehwege per Satzung auf die Anlieger, die diese werktags ab 7 Uhr, sonntags ab 9 Uhr und bis 20 Uhr verkehrssicher halten müssen

Empfehlungen zum richtigen Streuen

Für Straßen und Radwege setzen die kommunalen Betriebe auf moderne, präzise Salzstreuung, die sich an der Fahrbahntemperatur orientiert und Überdosierungen vermeidet.

Abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand werden für Gehwege und Fußgängerbereiche vorrangig eingesetzt. Diese gelten als vergleichsweise umweltverträglich und sind in vielen Situationen ausreichend. In bestimmten Lagen – etwa bei Reif- und Eisglätte durch überfrierende Nässe, bei Eisregen sowie auf Steilstrecken und Treppen – kann es jedoch vorkommen, dass auch auf Gehwegen der Einsatz von Salz erforderlich wird, da abstumpfende Stoffe dort nur eine eingeschränkte Wirkung entfalten. Vor diesem Hintergrund wird ein verantwortungsvoller und situationsabhängiger Umgang mit Salz als sinnvoll angesehen, bei dem sowohl Sicherheitsaspekte als auch Umweltbelange berücksichtigt werden.

Hinweise für Bürgerinnen und Bürger

Der VKU rät dazu, Schnee frühzeitig zu räumen, bevor er festtritt und vereist. Bei anhaltendem Schneefall oder Glätte ist es notwendig, wiederholt zu räumen und zu streuen. Gehwege sollten ausreichend breit freigehalten werden, damit alle Verkehrsteilnehmenden sicher passieren können. Streugut sollte trocken gelagert und jederzeit griffbereit sein, um bei plötzlicher Glätte schnell reagieren zu können.

Je nach örtlicher Vorgabe sind umweltverträgliche Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat zu verwenden; der Einsatz von Streusalz ist häufig nur eingeschränkt oder in Ausnahmefällen erlaubt. Die genauen Regelungen finden Bürgerinnen und Bürger in den Winterdienst- oder Straßenreinigungssatzungen ihrer jeweiligen Kommune, die in der Regel auf den kommunalen Websites abrufbar sind.

Zudem ist im Straßenverkehr besondere Rücksicht geboten, da Räumfahrzeuge nach festen Routen arbeiten und ausreichend Platz benötigen, um ihre Aufgaben sicher erfüllen zu können.

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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