Einwegkunststofffonds
Über 200 Mio. Euro für saubere Städte: Einwegkunststofffonds zeigt Wirkung

Der VKU begrüßt die vom Umweltbundesamt an die Einwegkunststoffkommission übermittelten Zahlen zum Einwegkunststofffonds für das Jahr 2024. Sie zeigen deutlich: Der Fonds setzt ein starkes Signal für mehr Stadtsauberkeit und eine gerechtere Finanzierung kommunaler Reinigungsleistungen.

13.05.26

Berlin, 13.05.2026. Der VKU begrüßt die vom Umweltbundesamt an die Einwegkunststoffkommission übermittelten Zahlen zum Einwegkunststofffonds für das Jahr 2024. Sie zeigen deutlich: Der Fonds setzt ein starkes Signal für mehr Stadtsauberkeit und eine gerechtere Finanzierung kommunaler Reinigungsleistungen. Wer sich beteiligt und Leistungen meldet, profitiert vom Fonds.

Der Einwegkunststofffonds ist ein vom Umweltbundesamt verwalteter Fonds, in den Hersteller bestimmter Einwegkunststoffprodukte einzahlen müssen. Ziel ist es, die Kosten für Reinigung und Entsorgung im öffentlichen Raum verursachergerecht zu verteilen und Kommunen bei der Stadtsauberkeit zu unterstützen.

Die Einnahmen des Einwegkunststofffonds für das Jahr 2024 betragen nach aktuellen Angaben des Umweltbundesamtes rund 216 Millionen Euro. Nach Abzug der Verwaltungskosten in Höhe von rund 11 Millionen Euro – hierin enthalten sind auch anteilige Kosten aus dem Errichtungsjahr 2023 – steht damit ein Betrag von gut 200 Millionen Euro für die Auszahlung an die Anspruchsberechtigten zur Verfügung.

Derzeit prüft das Umweltbundesamt mit Hochdruck die knapp 2.000 eingegangenen Leistungsmeldungen für das Jahr 2024. Grundlage der Auszahlung ist das in der Einwegkunststofffondsverordnung festgelegte Punktesystem. Sobald alle Meldungen bewertet wurden, werden Gesamtpunktzahl und Punktewert ermittelt. Anschließend erfolgt die Veröffentlichung der relevanten Kennzahlen über die Plattform DIVID. Nach aktueller Planung sollen die Auszahlungen für das Leistungsjahr 2024 in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen.

Auch wenn das ursprünglich avisierte Fondsvolumen von ca. 430 Millionen Euro damit noch nicht erreicht ist, ist der erreichte Zwischenstand aus Sicht des VKU ein schöner Erfolg für die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe.

Uwe Feige, VKU-Vizepräsident: „Die Einrichtung des Einwegkunststofffonds hat zwar länger gedauert als geplant und auch als gesetzlich vorgesehen. Dennoch zeichnet sich ab, dass sich die Geduld gelohnt hat und die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe mit substanziellen Auszahlungen rechnen können. Wir freuen uns über diese dringend notwendige Unterstützung unserer Arbeit für saubere Städte und Landschaften, die gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel hochwillkommen ist.“

Der Verband ruft alle anspruchsberechtigten Kommunen und Einrichtungen dazu auf, sich aktiv am Einwegkunststofffonds zu beteiligen, Leistungen zu melden und die Möglichkeiten des Fonds konsequent zu nutzen. Die bisherigen Entwicklungen zeigen, dass der Fonds ein wirksames Instrument sein kann, um kommunale Reinigungskosten anteilig zu refinanzieren und damit sichtbare Verbesserungen im öffentlichen Raum zu erreichen.

Aus Sicht des VKU sollten die aus dem Fonds ausgezahlten Mittel gezielt für Projekte der Stadtsauberkeit sowie öffentlichkeitswirksame Kampagnen gegen Vermüllung eingesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise Aufklärungsmaßnahmen, Anti-Littering-Kampagnen, Sauberkeitsinitiativen oder Investitionen in kommunale Reinigungstechnik.

Gleichzeitig sieht der Verband im Einwegkunststofffonds großes Potenzial für die Zukunft. Der Fonds sollte perspektivisch zu einem umfassenden Anti-Littering-Fonds weiterentwickelt werden. Dabei sollten auch weitere besonders litteringrelevante Produkte wie Kaugummis, Pizzakartons oder vergleichbare Verpackungen einbezogen werden und sich so an der Finanzierung kommunaler Reinigungsleistungen beteiligen.

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

Wir halten Deutschland am Laufen – denn Zukunft wird vor Ort gemacht: Unser Beitrag für heute und morgen: #Daseinsvorsorge. Unsere Positionen: https://www.vku.de/vku-positionen/