Tag des Schwimmmeisters
Trend zum Fachkräftemangel verfestigt sich

Zum morgigen Tag des Schwimmmeisters (22. Mai) weist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit einer aktuellen Umfrage auf die angespannte Personalsituation in den Bädern hin. In jedem zehnten Betrieb waren Anfang Mai noch mehr als 30 Prozent der Stellen unbesetzt.

21.05.26

Berlin, 21.05.2026. Zum morgigen Tag des Schwimmmeisters (22. Mai) weist der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit einer aktuellen Umfrage auf die angespannte Personalsituation in den Bädern hin. In jedem zehnten Betrieb waren Anfang Mai noch mehr als 30 Prozent der Stellen unbesetzt. Das geht aus einer aktuellen Erhebung unter 94 Badbetreibern hervor.

Trend zum Fachkräftemangel verstetigt sich

Mehr als die Hälfte der Badbetreiber (58 Prozent, 2025: 62 Prozent) hat zwar zum 1. Mai alle offenen Stellen besetzt. Doch 28 Prozent haben noch zehn Prozent der Stellen offen (2025:26 Prozent). In jedem zehnten Betrieb sind sogar mehr als 30 Prozent der Stellen unbesetzt (2025: 8 Prozent). „Die Zahlen machen deutlich, dass ein wachsender Teil der Betriebe weiterhin mit deutlichen Personallücken zu kämpfen hat. Der Fachkräftemangel bleibt damit ein strukturelles Problem und verfestigt sich“, so Ingbert Liebing, VKU-Hauptgeschäftsführer. 

Liebing weiter: „In Deutschland trifft eine hohe Nachfrage auf ein knappes Angebot an Badpersonal. Dieser Trend kann sich durch den demografischen Wandel verschärfen. Trotz dieser Herausforderungen werden die Badbetreiber für 2026 alles daransetzen, Schließungen und verkürzte Öffnungszeiten bestmöglich zu vermeiden.“ 

Offene Rechtsfragen hindern Einsatz von KI

Unterstützung am Beckenrand kann die KI liefern. 29 Prozent der Badbetreiber planen den Einsatz von KI in den kommenden drei Jahren. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu 2025 (34 Prozent), obwohl die deutliche Mehrheit von den Betreibern (82 Prozent), die KI bereits bei der Wasseraufsicht nutzt, gute Erfahrungen gemacht hat. Als Gründe gegen den Einsatz von KI werden am häufigsten offene Rechtsfragen (71 Prozent) und Kosten (64 Prozent) genannt. Im Freibad ist der Einsatz von KI zudem teurer und komplizierter als in Hallenbädern, weil mehr Kameras nötig sind. „KI ersetzt das Badpersonal nicht, kann es aber dabei unterstützen, Leben zu retten. Dafür ist der Einsatz wichtig und sollte rechtlich vom Gesetzgeber abgesichert werden“, erklärt Liebing.

Hintergrund:
Für die VKU-Bäder-Umfrage wurden insgesamt 250 Badbetreiber, die Mitglied im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sind, im Zeitraum vom 8. bis 24. April 2026 per E-Mail kontaktiert. An der Befragung beteiligten sich 94 Betreiber, was einer Rücklaufquote von 37,6 Prozent entspricht. Die teilnehmenden Betreiber vertreten unterschiedliche Badtypen. 69 Prozent der Befragten betreiben Freibäder, 70 Prozent Hallenbäder und 34 Prozent Kombibäder. Die Summe dieser Anteile übersteigt 100 Prozent, da viele Betreiber mehrere Bäder unterschiedlicher Art parallel führen, etwa sowohl Frei- als auch Hallenbäder. Eine differenzierte Auswertung der Antworten nach Badtyp ist nicht möglich. Die Ergebnisse beziehen sich daher auf die Gesamtheit der teilnehmenden Badbetreiber. 

Wie viele Planstellen sind zum 01.05.2026 noch unbesetzt?

  • Alle Stellen sind besetzt: 58 Prozent
  • Mehr als 10 Prozent: 28 Prozent
  • Mehr als 30 Prozent: 10 Prozent
  • Mehr als 50 Prozent: 5 Prozent 

Beabsichtigen Sie in den nächsten 3 Jahren künstliche Intelligenz zur Wasseraufsicht einzusetzen?

  • Ja: 29 Prozent
  • Nein: 71 Prozent


[Trichterfrage] Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Wasseraufsicht?           

  • Gut: 82 Prozent
  • Verbesserungsbedürftig: 18 Prozent
     

[Trichterfrage]: Nennen Sie uns gerne die Gründe, warum sie nicht beabsichtigen, künstliche Intelligenz zur Wasseraufsicht einzusetzen:

  • Zu teuer/Finanzierung ungeklärt: 36 Prozent stimme voll und ganz zu, 28 Prozent stimme voll zu
  • Rechtsfragen ungeklärt: 44 Prozent stimme voll und ganz zu, 27 Prozent stimme voll zu
  • Datenschutz steht Einführung entgegen: 7 Prozent stimme voll und ganz zu, 21 Prozent stimme voll zu
  • Noch nicht damit genauer befasst: 33 Prozent stimme voll und ganz zu, 12 Prozent stimme voll zu
  • Akzeptanzprobleme bei den Badegästen: 7 Prozent stimme voll und ganz zu, 15 Prozent stimme voll zu
  • Sonstiges: 50 stimme voll und ganz zu, 38 Prozent stimme voll zu

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

Wir halten Deutschland am Laufen – denn Zukunft wird vor Ort gemacht: Unser Beitrag für heute und morgen: #Daseinsvorsorge. Unsere Positionen: https://www.vku.de/vku-positionen/