Berlin. Pünktlich zum Start der heißen Phase des Karnevals bereiten sich Köln, Düsseldorf und Mainz – die größten Karnevalshochburgen Deutschlands – auf Hunderttausende Feiernde vor. Für die kommunalen Stadtreinigungsbetriebe bedeutet dies erneut eine Ausnahmesituation.
Wie groß der Aufwand ist, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr: Während des Straßenkarnevals 2025 fielen in Köln rund 460 Tonnen Abfall an. In Mainz hinterließ der Rosenmontagszug mehr als 90 Tonnen Müll in der Innenstadt. Auch in Düsseldorf ist die Belastung erheblich: Allein am Rosenmontag fallen dort regelmäßig rund 90 bis 100 Tonnen Abfall an, die von den Reinigungskräften beseitigt werden müssen.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) würdigt den enormen Einsatz der kommunalen Entsorger in den drei Hochburgen, weist zugleich aber darauf hin, dass närrisches Treiben nicht nur dort stattfindet. Auch bundesweit ziehen in vielen Städten und Gemeinden kleinere Fastnachts- und Karnevalsumzüge durch die Straßen. Ob Großstadt oder kleinstädtischer Umzug: Überall gilt, dass eine verantwortungsbewusste Abfallentsorgung entscheidend ist, um die Innenstädte und Veranstaltungsorte schnell wieder sauber zu bekommen.
Besonders im Karneval entstehen Abfälle durch Einwegverpackungen, Konfetti, Getränkebehälter und liegengebliebenes Wurfmaterial. Viele Städte setzen daher wieder auf erprobte Maßnahmen wie Glasverbotszonen, Mehrwegkonzepte und zusätzliche Sammelbehälter. Die kommunalen Entsorger appellieren an alle Jecken, ihren Beitrag zu leisten. Pfandfreie Getränkedosen und Plastikbecher gehören in die Gelbe Tonne, Papier und Pappe in die Papiertonne, Glas ausschließlich in bereitgestellte Sammelbehälter, und nicht verteilte oder liegengebliebene Süßigkeiten sollten als Restmüll entsorgt werden. Dies entlastet die Reinigungskräfte und ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung der Sauberkeit in den Feierbereichen.
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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