Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (26. Januar 2026) zur Klage bayerischer Landwirte gegen die Ausweisung sogenannter roter Gebiete sorgt für Klarheit: Verschärfte Düngeregeln sind rechtens, zugleich verlangt das Gericht eine zügige neue gesetzliche Grundlage für die Gebietsausweisung. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder 90 Prozent aller Einwohner Deutschland mit Trinkwasser versorgen, begrüßt die Entscheidung und die deutliche Aufforderung an die Bundesregierung, die Kriterien für die Abgrenzung nitratbelasteter Gebiete kurzfristig klar und rechtssicher festzulegen.
VKU-Sprecher: „Die Zeit des Zögerns ist vorbei: Deutschland braucht jetzt eine entschlossene Novelle des Düngerechts. Nur mit verbindlichen und wirksamen Regeln lassen sich die Nitrateinträge endlich nachhaltig senken. Dazu gehört auch eine schnelle Anpassung der Düngeverordnung auf Grundlage der aktuellen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts. Erst dadurch können die Länder „rote Gebiete“ mit hoher Nitratbelastung rechtssicher ausweisen. Entscheidend ist, dass in diesen belasteten Regionen zusätzliche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, um unsere Trinkwasserressourcen wirksam zu schützen. Die Urteilsbegründungen liegen nun vor. Jetzt müssen Bund und Länder handeln und die neue Düngeverordnung rasch vorlegen. Das schafft Planungssicherheit für Landwirte und die Wasserwirtschaft. Weitere Verzögerungen belasten das Grundwasser zusätzlich und gefährden die Einhaltung der EU-Nitratrichtlinie. Ohne klare Regeln droht Deutschland ein neues EU-Vertragsverletzungsverfahren. Und das kann teuer werden.“
Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025
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