VKU-Stellungnahme
VKU-Vorschläge zur Beschleunigung des Verteilnetzausbaus

Der VKU hat zum Netzanschlusspaket und zur EEG-Novelle am 22. Juli 2026 Stellung genommen, zur Beschleunigung des Smart-Meter-Rollouts ein eigenes Positionspapier vorgelegt und zur Beschleunigung von Planung und Genehmigung im FlexBG-Verfahren umfassend vorgetragen. Die dort erhobenen Forderungen gelten unverändert fort; sie werden hier nicht erneut ausgeführt, sondern nur benannt, wo das Verteilnetzpaket sie aufgreifen muss. Dieses Papier konzentriert sich auf das, was zusätzlich zu regeln ist: Standardisierung, Digitalisierung und Prozessqualität im Netzanschluss, in der Marktkommunikation und im Messwesen – und auf die Verklammerung dieser Vorhaben mit der Beschleunigung von Planung und Genehmigung.

06.11.26

Deckblatt der Publikation VKU-Vorschläge zur Beschleunigung des Verteilnetzausbaus
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Positionspapier Verteilnetzpaket

Kernforderungen im Überblick

  • Ersatzneubau vereinfachen. Ein eigenständiges Verfahren mit gesetzlichem Gebietsstreifen statt des Verfahrensrechts für den Neubau auf der grünen Wiese.
  • Netzausbau als überragendes öffentliches Interesse verankern. Energieinfrastruktur im Rahmen einer verhältnismäßigen Abwägung durch klare Kollisionsregeln verschiedener öffentlicher Belange grundsätzlich überragendes Gewicht zukommen lassen.
  • Materielles Recht entlasten. Naturschutzrechtliche Prüfungen im Bestand auf das erforderliche Maß begrenzen, Waldrecht klarstellen, das Anzeigeverfahren nach § 43f EnWG für Bagatellmaßnahmen ausbauen.
  • Verfahren digitalisieren. Durchgängig elektronische Antrags- und Beteiligungsverfahren und ein digitales Umweltkataster.
  • Dort standardisieren, wo Standards fehlen. Bundeseinheitliche Musterverträge für den Mittel- und Hochspannungsanschluss und einheitliche Antragsdatensätze.
  • Die Marktkommunikation handlungsfähig machen. Eine entscheidungsfähige Governance, ausreichende Umsetzungszeiträume innerhalb verbindlicher Fristen.
  • Datenräume als Zielarchitektur verankern. Laufende Vorhaben in ein gemeinsames Betreibermodell überführen, Anschluss an den europäischen Rahmen sichern, den Parallelbetrieb regulatorisch abbilden.
  • Finanzierung mit der Beschleunigung verzahnen. Kosten für Ausbau, Digitalisierung und Resilienz zeitnah und vollständig anerkennen und vorausschauende Investitionen ermöglichen.
  • Resilienz mitdenken. Transparenz- und Veröffentlichungspflichten dürfen kein detailliertes Lagebild sensibler Versorgungsstrukturen entstehen lassen.