Wasserwirtschaft, Landesregierung und Fachverbände in NRW wollen Fachkräftemangel entgegentreten

Immer mehr Unternehmen in der Wasserwirtschaft in NRW haben Probleme, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Um dem drohenden Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, hat ein Bündnis von Fachverbänden mit Unterstützung der Landesregierung die Initiative FachkräfteWasser.NRW ins Leben gerufen.

Am 3. Juli 2019 unterzeichneten NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser sowie die Landesspitzen der Fachverbände in Recklinghausen einen Letter of Intent, in dem die Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Initiative vereinbart wurde. Stellvertretend für die VKU-Landesgruppe NRW unterschrieb Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Vorsitzender des Landesgruppenausschusses Wasser/Abwasser und Geschäftsführer der EWR GmbH.

Die branchenweite Initiative FachkräfteWasser.NRW soll dazu beitragen, die Verfügbarkeit und Qualifizierung von Fachpersonal in der Wasserwirtschaft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch langfristig sicherzustellen. Insbesondere durch öffentlichkeitswirksame Aktivitäten vor Ort in NRW soll für sämtliche Berufe geworben werden, die heute und zukünftig in der Wasserwirtschaftsbranche benötigt werden.

Um Vorschläge für das weitere Vorgehen und erste konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, bilden die Landesgruppen von VKU, BDEW und DVGW, die Landesverbände von DWA und BWK sowie die agw ein Kernteam. Das Landesministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) sowie die Sozialpartner Ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband NRW unterstützen die Arbeit mit eigenen Kompetenzen und fungieren als Schnittstelle zur Landes- und Kommunalpolitik, der Umweltverwaltung und den Belegschaften.

Zur Finanzierung von Maßnahmen und unterstützenden externen Dienstleistungen wird die Einrichtung eines Solidarfonds geprüft, der auf freiwilliger Basis von den Wasserwirtschaftsunternehmen gespeist wird. Das MULNV sagt zu, einzelne Maßnahmen möglichst mitzufinanzieren. Außerdem sollen auch Fördermittel unter anderem aus dem Europäischen Sozialfonds ESF akquiriert werden.

Die Vereinbarung steht hier zum Download bereit.

©VKU/Humpert