Wasserstoff – Chancen und Potentiale der Kommunalwirtschaft im Norden

Kiel/Hamburg/Schwerin - Die VKU Landesgruppe Nord positioniert sich mit einem Strategiepapier für eine grüne und dezentrale Wasserstoffwirtschaft, in der kommunale Unternehmen als zentrale Akteure agieren. Damit nimmt der Verband aus Sicht der norddeutschen Kommunalbranche Stellung zu den unterschiedlichen Wasserstoffstrategien auf Bundes- und Länderebene. Zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft zwischen Nord- und Ostsee stellt die Landesgruppe zentrale Forderungen an die Politik.

Dazu Jürgen Schäffner, Vorsitzender des VKU Nord: „Mit unserem Strategiepapier fordern wir die Landespolitik im Norden auf, das Thema Wasserstoff über die Landesgrenzen hinaus zu denken und verweisen dabei auf die großen Potentiale der Kommunalwirtschaft. Wir unterstützen den Aufbau einer grünen und dezentralen Wasserstoffwirtschaft. Dazu bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, einer technologieoffenen und anwendungsorientierten Entwicklung sowie einer klaren Priorisierung der Anwendungsbereiche. Als Betreiber der kommunalen Gasnetzinfrastruktur in den Städten und Gemeinden vor Ort plädieren wir mit Blick auf den künftigen Transport von Wasserstoff für den Um- und Ausbau der bestehenden Gasnetze. Der VKU Nord hat mit seinem Papier die richtigen Themen adressiert. Wir werben jetzt dafür, dass die Rolle der kommunalen Unternehmen beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft auch von der Politik gestärkt wird.“

Die kommunalen Unternehmen haben die nötigen Voraussetzungen für den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft vor Ort. Die sparten- und wertschöpfungsstufenübergreifende Aufstellung der Kommunalwirtschaft vereint Netze und Anlagen, das notwendige Knowhow sowie Absatz- und Erzeugungssektoren in einer Hand. Im Aufbau einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft sieht der VKU Nord sowohl große Potentiale für den kommunalen Klimaschutz als auch für die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze sowie wirtschaftlicher Entwicklung und Wertschöpfung vor Ort. Der Verband hat daher die für die Küstenregionen relevanten Wasserstoffstrategien analysiert und setzt sich in seiner Zukunftsstrategie für klare Schwerpunktsetzungen bei den Unternehmen und der Politik ein.

Zentrale VKU Nord-Positionen:

  • der VKU Nord fordert die Erzeugung und Nutzung von (bilanziell) grünem Wasserstoff

  • der VKU Nord fordert den Aufbau einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft
  • der VKU Nord fordert verlässliche Rahmenbedingungen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft
  • der VKU Nord fordert eine technologieoffene und anwendungsorientierte Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft
  • der VKU Nord fordert eine klare Priorisierung der Anwendungsbereiche
  • der VKU Nord fordert die Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur als langfristige Zielsetzung

Jürgen Schäffner, Vorsitzender des VKU Nord weiter: „Die unterschiedlichen Wasserstoffstrategien in Norddeutschland setzen durchaus richtige Schwerpunkte, allerdings sehen wir Nachholbedarf. Die Ausgangslage der kommunalen Unternehmen in den Bereichen Erzeugung, Anwendungen und Potential zum Ausbau der Infrastruktur wird noch nicht ausreichend anerkannt. Zudem werden die wirtschaftlichen Chancen nicht in vollem Umfang ausgeschöpft und zentrale Fragestellungen bleiben unbeantwortet. Mit dem vorliegenden Positionspapier „Wasserstoff - Chancen und Potentiale der Kommunalwirtschaft im Norden“ setzt sich die Kommunalwirtschaft deshalb für eine grüne und dezentrale Wasserstoffwirtschaft ein.“

In der Landesgruppe Nord sind über 100 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in der Landesgruppe Nord leisten jährlich Investitionen in Höhe von über 839 Millionen Euro, erwirtschaften einen Umsatz von über 7,2 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für über 18.000 Beschäftigte.