Smart Cities/Smart Regions: Zukunft wird vor Ort gemacht – Regionenworkshop in Osnabrück

Gemeinsam mit der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragten Initiative Stadt.Land.Digital lud die VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen am 11. Februar 2020 unter dem Motto „Die Rolle kommunaler Unternehmen bei der digitalen Transformation der Städte und Gemeinden in Niedersachsen und Bremen” zum Regionenworkshop ein.

Stadtwerke sind Systemmanager. In smarten Städten bringen sie Energie, Wasser, Abfall, Mobilität und neue digitale Dienste ganzheitlich zusammen. Bessere Luft dank intelligenter Verkehrssteuerung, CO2-Reduktion durch optimierte Quartierslösungen mit erneuerbaren Energien und Speichern, Negativ-Parkraum-Überwachung oder Füllstandskontrolle von Abfallbehältern mittels Sensoren: Die Digitalisierung bietet Kommunen und ihren Unternehmen vielfältige Möglichkeiten, die einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in den Städten und Gemeinden leisten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes begünstigen.

In diesem Kontext lud die VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen gemeinsam mit der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragten Initiative Stadt.Land.Digital für den 11. Februar 2020 zum Regionenworkshop bei den Stadtwerken Osnabrück ein. Der VKU ist neben den Kommunalen Spitzenverbänden Partner dieser Initiative. Die Veranstaltungsreihe soll dabei unterstützen, Herausforderungen zu erkennen, mit Hilfe von Best-Practice-Beispielen Lösungsansätze aufzuzeigen und einen Erfahrungs- und Ideenaustausch zu ermöglichen. Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung, um die Rolle von Kommunen und kommunalen Unternehmen bei der digitalen Transformation zu diskutieren. Im Fokus standen die Bereiche Energie, Wasser und Internet-der-Dinge (IoT).

In seiner Begrüßung hob Gastgeber Dr. Stephan Rolfes, Vorstand Mobilität der Stadtwerke Osnabrück, die zentrale Bedeutung des intersektoralen Dialogs vor dem Hintergrund der durch die Digitalisierung zunehmend verschwindenden Sektorengrenzen hervor. Nach Dr. Reinhold Kassing, Geschäftsführer der VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, der die Notwendigkeit eines kundenorientierten Denkens in den Mittelpunkt rückte, richtete der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Stefan Muhle, das Wort an die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer. Er betonte die Rolle der digitalen Infrastruktur für das Thema Smart City/Smart Regions. Die Politik müsse sich ambitionierte Ziele setzen und gleichzeitig auf die praktische Realisierbarkeit achten, wenn es gelingen soll, noch vorhandene Infrastrukturdefizite abzubauen. Angelika Müller, Referatsleiterin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, machte anschließend auf die Arbeit der Initiative Stadt.Land.Digital als Unterstützungsangebot für Kommunen und ihre Unternehmen aufmerksam, welches Dr. Ulf Narloch anschließend im Detail vorstellte.

In seinem Impulsvortrag zeigte Michael Müller von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) intelligente Energielösungen mittels Energiemanagement und Contracting auf. Dr.-Ing. Jörg Anderlohr von der EWE WASSER GmbH rückte die Vernetzung von Abwasserreinigungsanlagen im ländlichen Bereich in den Fokus. Heinz-Werner Hölscher von der SWO Netz GmbH nahm den kommunalen Ausbau von LoRaWan-Netzen in den Blick, die eine niedrigschwellige und kostengünstige Lösung für das bidirektionale Messen, Steuern und Regeln von IoT Anwendungen ermöglicht.

Unter dem Eindruck der Impulsvorträge erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei parallelen Arbeitsgruppen anschließend Chancen, Herausforderungen, Lösungsansätze und Unterstützungsbedarfe in den drei Bereichen. Hier stellten alle Arbeitsgruppen die Bedeutung von Pilotprojekten, Kulturwandel und Risikobereitschaft sowie interkommunale Lösungen heraus, um die digitale Transformation in den Kommunen voranzubringen.