Auftaktveranstaltung zur Umsetzung des Leitbilds zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft Brandenburg

100 Akteure der Siedlungswasserwirtschaft - Geschäftsführer, Bürgermeister und Verbandsvorsteher diskutierten in Potsdam über die Zukunft der Wasserbranche. Der „Initiativkreis Leitbild zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft“, in dem Landesgeschäftsführer Julian Büche die Landesgruppe Berlin-Brandenburg vertritt, regte mit den Landtagsabgeordneten Manfred Roick und Helmut Barthel den Auftakt im Landtag an, um dem Leitbild den Weg in den Alltag zu ebnen. Die Herausforderungen für die Branche sind allgegenwärtig - Finanzen, Betrieb, Organisation oder der Schutz der kostbaren Ressource Wasser.

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Ungeachtet dessen soll Trinkwasser in Brandenburg wie gewohnt zu genießen sein und das Abwasser so behandelt werden, dass dies gereinigt in den natürlichen Kreislauf zurückgegeben wird. Die hierfür notwendigen Leistungen sollen für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben.

Das Land Brandenburg unterstützt den Leitbildprozess Minister Jörg Vogelsänger, MLUL würdigte in seinem Grußwort das Zustandekommen des Leitbildes der zukunftsfähigen Siedlungswasserwirtschaft und sicherte die Unterstützung des Landes zu.

Jens Graf machte als Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg darauf aufmerksam, dass die Versorgung mit Trinkwasser und die Behandlung des Abwassers Selbstverwaltungsaufgaben der Städte und Gemeinden sind. „Aus der Sicht des Städte- und Gemeindebundes ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger über ihre Vertretungskörperschaften Einfluss auf die Ausgestaltung der Aufgabenerfüllung haben. Es ist also etwas anderes, wenn eine Aufgabe durch einen DAX-Konzern erfüllt wird, oder durch eine Kommune“, stellte Jens Graf fest. 

Die Initiative „Leitbild zukunftsfähige Siedlungswasserwirtschaft“ stellt online unter www.wassernavigator.net für Kommunen und Aufgabenträger eine Umfrage zur Verfügung. Die Beteiligung ist freiwillig. Eine Auswertung erfolgt im Herbst 2018.

In Berlin-Brandenburg sind 57 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in Berlin-Brandenburg leisten jährlich Investitionen in Höhe von 1,044 Milliarden Euro, erwirtschaften einen Umsatz von über 4,4 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für mehr als 15.000 Beschäftigte.