Mitglieder- und Landesgruppenversammlung 2018

Vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs, neuer Geschäftsmodelle, des demographischen Wandels oder der Digitalisierung werden kommunale Unternehmen mehr denn je gefordert, umzudenken und neue Wege zu gehen. Die VKU-Landesgruppe Baden-Württemberg nahm dies zum Anlass, ihre diesjährige Mitglieder- und Landesgruppenversammlung deshalb unter das Motto »Das moderne Stadtwerk in einer zukunftsorientierten Kommune« zu stellen.

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Über 70 Geschäftsführer, Werkleiter und Bürgermeister diskutierten Fragen der Energie-, Wasser- und Telekommunikationswirtschaft sowie der zukünftigen Ausrichtung der Kommunalwirtschaft. Wie sollten sich kommunale Unternehmen positionieren, um langfristig mithalten und bestehen bleiben zu können. Landesvorsitzender Dr. Achim Kötzle knüpfte in seiner Begrüßungsrede hier an, indem er vermerkte: „Es reicht nicht, Trends zu erkennen, sondern man muss diese auch in der operativen und strategischen Arbeit vor Ort berücksichtigen“.

Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des VKU, ging in ihrer Rede hauptsächlich auf die Anforderungen an politische Rahmenbedingungen ein. Die Politik müsse auf unsere Belange aufmerksam gemacht werden, betonte sie. So sei es beispielweise unsere Aufgabe, beim Thema Mobilität darauf hinzuweisen, dass es mehr als nur eine Technologie gäbe. Die Digitalisierung sollte ihrer Meinung nach als Chance gesehen werden, denn: „sie führt dazu, dass einst getrennte Unternehmen stärker zusammen arbeiten“ und sich dadurch neue Möglichkeiten ergeben. Fabian Müller verdeutlichte in seinem Vortrag nicht nur die Bedeutung der kommunalen Unternehmen für Städte und Gemeinden, sondern zeigte beispielhaft auf, warum „Stadtwerke die Start-Ups der Versorgungswirtschaft sind“. Das Know-How und die enge Bindung zum Bürger seien Schlüsselfaktoren, die ausgespielt werden sollten. Doch insbesondere sei ihm wichtig, so Müller, auf die Kooperation zwischen Kommunen und kommunalen Unternehmen hinzuweisen. Eine erfolgreiche Transformation sei möglich, wenn sie gemeinsam angegangen werde. Gemeinsam bedeute in diesem Fall auch, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Dies wurde auch in den anderen Vorträgen erwähnt.