Anmeldung zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung ab sofort möglich EWAV 2020: Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!

Europas größte Kommunikationskampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Wiederverwendung geht vom 21. bis zum 29. November 2020 in die nächste Runde. In der Aktionswoche sollen Alternativen zur Wegwerfgesellschaft aufgezeigt und sowohl Erwachsene als auch Jugendliche für die Abfallvermeidung sensibilisiert werden.

Jährlich bietet die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) die zentrale Plattform für Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft, ihre Projekte vorzustellen, Alternativen zur Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen und zum Umdenken aufzurufen. Ein zentrales Thema dieses Jahres ist die Frage, wie wir Abfall, der für uns unsichtbar ist, sichtbar machen und vermeiden können. Zu „unsichtbaren Abfällen“ gehören Produktionsabfälle, Mikroplastik, Lebensmittelabfälle aber auch Einwegverpackungen mit Neodymmagneten. Akteure sind eingeladen, sich an dem Jahresmotto 2020 zu orientieren. Aktionen, die zum Nach- und Umdenken im Konsumverhalten verhelfen, sind in diesem Jahr daher besonders gefragt. Alle weiteren Themen rund um die Abfallvermeidung sind ebenfalls willkommen.

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung richtet sich damit insbesondere an Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine, Behörden, Unternehmen und Privatpersonen, für die der Aspekt der Wissensvermittlung einen wichtigen Stellenwert hat.

Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. koordiniert die Kampagne und bündelt die Aktionen wie politische Veranstaltungen, Workshops, Bildungsveranstaltungen, Diskussionsrunden und Ausstellungen.

Alle Aktionen können ab sofort unter https://www.wochederabfallvermeidung.de/ angemeldet werden.

Neue kreative Ideen können u.a. aus der Broschüre „Handlungsoptionen für Kommunen zur Reduktion des Plastikmüllaufkommens: Sammlung von Best-Practice-Beispielen“ der AG des Runden Tisches Meeresmüll geschöpft werden. Sie stellt mehrere Handlungsoptionen und bewährte Lösungen aus der kommunalen Praxis für die wesentlichen Problemfelder vor. Kommunen und andere AkteurInnen können Anhand der Broschüre einen schnellen Überblick über eine Vielzahl von möglichen Aktionen zur Abfallvermeidung erhalten. 

Was ist die Europäische Woche der Abfallvermeidung?

Die EWAV als EU-weites Projekt wurde auf Initiative der Europäischen Kommission, namentlich Janez Potočnik, und im Zuge des Inkrafttretens der EU-Abfallrahmenrichtlinie im Jahr 2008 auf den Weg gebracht. Gefördert wird es seit 2009 durch das LIFE-Programm der Europäischen Union zur Förderung von Umweltmaßnahmen. Beim europäischen Verband von Städten und Regionen für Recycling und nachhaltiges Ressourcenmanagement ist die Gesamtkoordination angesiedelt. Darüber hinaus agieren in nahezu allen europäischen Ländern National- oder Regionalkoordinatoren, um die Abfallvermeidungswoche vor Ort umzusetzen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert die Kampagne seit 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU). Die kommunalen Unternehmen unterstützen die Abfallvermeidungswoche im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages zur Abfallberatung mit großem Engagement und informieren durch öffentlichkeitswirksame Aktionen über Möglichkeiten der Abfallvermeidung und der Wiederverwendung. Dabei unterstützen sie Freiwillige mit benötigtem Equipment bei Aktionen.