Netzanschluss Biomethan
Biomethan-Hochlauf: VKU setzt auf Systemeffizienz, Planungssicherheit und regionale Steuerung

Biomethan braucht klare Perspektiven: Der VKU fordert Biomethan-Regionen, gezielte Privilegierungen und faire Regeln für Kosten, Rechte und Pflichten.

02.10.26

Eine grüne, kuppelartige Struktur im Hintergrund, umgeben von einem Feld und Bäumen. Im Vordergrund ist ein gelbes Messgerät mit Angaben zur Energie sichtbar.

Wie geht es weiter mit Biomethananlagen und der Gasnetztransformation?

Biomethan spielt aus Sicht des VKU eine wichtige Rolle für eine klimaneutrale und sichere Energieversorgung. Als heimischer, erneuerbarer Energieträger stärkt es den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und die regionale Wertschöpfung. Um den erwarteten Markthochlauf zu ermöglichen, sieht der VKU jedoch Anpassungsbedarf bei den regulatorischen Rahmenbedingungen für Netzanschluss, Kostentragung und Investitionen.

Zentral ist dabei die Entwicklung einer nationalen Biomethanstrategie, die Erzeugung, Import, Nutzung und Infrastruktur zusammenführt und für Investitionssicherheit sorgt. Darüber hinaus schlägt der VKU die Ausweisung von Biomethan-Regionen vor. In diesen Gebieten sollen privilegierte Bedingungen für Netzanschlüsse gelten, um Investitionen gezielt auf Standorte mit hohem Systemnutzen zu lenken. Außerhalb dieser Regionen bleibt die Einspeisung weiterhin möglich, allerdings ohne besondere Privilegierungen.

Für die Zukunft empfiehlt der VKU zudem eine stärkere Ausrichtung der Netzanschlussregelungen an der Systemeffizienz. Statt starrer Privilegierungen sollen die tatsächlichen Anschluss-, Ausbau- und Systemkosten berücksichtigt werden. 

Der VKU spricht sich für eine faire Kostenverteilung zwischen Anlagen- und Netzbetreibern aus sowie für eine engere Verknüpfung von Rechten und Pflichten: Wer Netzkapazitäten in Anspruch nimmt, soll sich auch verbindlich zur Einspeisung bestimmter Mengen über einen definierten Zeitraum verpflichten.

Langfristig stabile Rahmenbedingungen bleiben aus Sicht des VKU die Voraussetzung für den Ausbau der Biomethanwirtschaft. Notwendig sind eine vollständige regulatorische Anerkennung der Infrastrukturkosten sowie eine gesicherte Refinanzierung von Investitionen. Mit einer nationalen Strategie, Biomethan-Regionen, systemeffizienten Netzanschlüssen sowie einer ausgewogenen Verteilung von Kosten, Rechten und Pflichten kann Biomethan dauerhaft zur Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit beitragen.