„Wertschätzen statt Wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“: Europäische Woche der Abfallvermeidung 2019 startet zum zehnten Mal

Berlin, 13. November 2019. Am Samstag, den 16. November, startet zum zehnten Mal die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV). Bis zum 24. November finden in ganz Deutschland etwa 850 Aktionen rund um das Thema Abfallvermeidung statt. Im Jubiläumsjahr steht die Woche unter dem Motto „Wertschätzen statt Wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“. Koordiniert wird die EWAV in Deutschland durch den Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp dazu: „Wenn man sich näher mit dem Thema Abfallvermeidung beschäftigt, muss man sich automatisch mit vielen oftmals persönlichen Alltagsfragen auseinandersetzen:

  • Benötige ich das neue Kleidungsstück wirklich?
  • Warum werfe ich Lebensmittel weg?
  • Was sind die Alternativen zum Essen und Trinken ‚to go‘?

Die vielen Tausend engagierten Protagonisten der Abfallvermeidungswoche zeigen Wege auf, wie wir uns von einer Wegwerfgesellschaft hin zu einer Gesellschaft wandeln können, die Konsumentscheidungen kritischer reflektiert und weniger Abfall produziert. Die Vermeidung von Abfällen ist substanzieller Bestandteil unserer gesellschaftlichen Debatte. Klima- und Ressourcenschutz rücken immer stärker in der Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Das zeigt sich auch in der wachsenden Anzahl von Initiativen und Projekten unterschiedlicher Akteure vor Ort. Die kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe in Deutschland sensibilisieren seit Jahrzehnten zu diesem Thema und arbeiten mehr und mehr mit privaten Initiativen zusammen.“

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung organisieren deutschlandweit zahlreiche Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft Veranstaltungen und Aktionen wie Bildungsprogramme, Diskussionsrunden oder Ausstellungen. In diesem Jahr richtet sich die Woche in besonderem Maße an Bildungs- und Kultureinrichtungen, Vereine, Behörden, Unternehmen und Privatpersonen, die in ihrer Arbeit einen Fokus auf die Wissensvermittlung legen. Kinder und Jugendliche stehen dabei im Mittelpunkt der Veranstaltungen.

Hintergrund:

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (www.wochederabfallvermeidung.de) ist Europas größte Kommunikationskampagne zu Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Ihr Fokus: praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Alle Europäerinnen und Europäer sollen dafür sensibilisiert werden, mit Alltagsgegenständen und dem Ressourcenverbrauch bewusster umzugehen und wo es geht, Abfälle zu vermeiden. In Deutschland wird die Kampagne mit Mitteln der Europäischen Klimaschutzinitiative finanziert. Das Bundesumweltministerium ist offizieller Partner der EWAV. Das Umweltbundesamt (UBA) ist der fachliche Ansprechpartner. Koordiniert wird die Kampagnenwoche seit 2014 vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Interessierte können sich unter https://www.wochederabfallvermeidung.de/aktionskarte/ informieren, welche Aktionen in ihrer Region stattfinden.

Die zentrale Auftaktveranstaltung findet am 18. November 2019 von 11 bis 15.30 Uhr im Bundespresseamt in Berlin statt. Die Teilnahme daran ist kostenlos. Programm und Anmeldung unter www.ewav.obladen.de/.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 268.000 Beschäftigten wurden 2017 Umsatzerlöse von mehr als 116 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 10 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 61 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 86 Prozent, Wärme 70 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 68 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitband-Ausbau. Ihre Anzahl hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt: Rund 180 Unternehmen investierten 2017 über 375 Mio. EUR. Seit 2013 steigern sie jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent und bauen überall in Deutschland zukunftsfähige Infrastrukturen (beispielsweise Glasfaser oder WLAN) für die digitale Kommune aus.