Forum „Zukunft Wasser“
VKU zur Rede von Bundesumweltminister Carsten Schneider

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat heute in Berlin die Schwerpunkte seiner künftigen Wasserpolitik abgesteckt. Beim Forum „Zukunft Wasser“ im Bundesumweltministerium stellte er gemeinsam mit EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall zentrale Prioritäten vor.

05.10.26

Dazu ein Sprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder 90 Prozent aller Einwohner Deutschlands mit Trinkwasser versorgen und für mehr als 50 Prozent die Abwasserentsorgung sichern.

„Die Menschen wissen um den Wert des Wassers: Laut aktuellem Datenreport 2025/26 der vom VKU unterstützten Langzeitstudie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland“ (TWIS) erwarten nahezu alle Befragten (97,5 Prozent) jederzeit hochwertiges Trinkwasser. Eine überwältigende Mehrheit (94,7 Prozent) spricht sich zudem für eine stärkere Wertschätzung dieser Ressource in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus.

Gut, dass Bundesumweltminister Schneider diese Herausforderung heute aufgegriffen hat.

Wasser ist Grundbedürfnis und Standortfaktor zugleich: Ohne verlässliche Wasserver- und Abwasserentsorgung funktioniert weder ein Haushalt noch ein Gewerbe- oder Industriebetrieb. Eine sichere und klimaresiliente Wasserinfrastruktur schützt nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern schafft auch die Voraussetzungen für Investitionen, Produktion und wirtschaftliches Wachstum. Bevor Nutzungskonkurrenzen überhaupt entstehen, braucht es deshalb klare und vorausschauende Regeln. Die öffentliche Wasserversorgung muss an erster Stelle stehen. Zugleich müssen die berechtigten Wasserbedarfe von Wirtschaft bereits bei Standortentscheidungen frühzeitig in die regionale Planung einbezogen werden.

Bis 2045 stehen Investitionen von rund 800 Milliarden Euro in unsere Wasser- und Abwasserinfrastruktur an. Damit diese Generationenaufgabe gelingt, braucht die kommunale Wasserwirtschaft Unterstützung von Bund und Ländern. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen schneller werden. Zugleich sollte die besondere Bedeutung der Wasserinfrastruktur endlich gesetzlich verankert werden, indem sie als überragendes öffentliches Interesse eingestuft wird. Und wo notwendige Investitionen die Möglichkeiten der Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler übersteigen, braucht es finanzielle Unterstützung. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung wäre dafür ein wichtiger erster Schritt.“
 

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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