Neue Zahlen zum Smart-Meter-Rollout
VKU: Tempo beim Smart-Meter-Rollout jetzt halten und Nutzen heben

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat neue Zahlen zum Smart-Meter-Rollout vorgelegt. Zum 30. Juni waren rund 3,17 Millionen intelligente Messsysteme installiert. Das entspricht 5,9 Prozent der 54,1 Millionen Messlokationen. Im ersten Halbjahr kamen rund 765.000 Smart Meter hinzu.

21.09.26

Berlin, 21.09.2026. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat neue Zahlen zum Smart-Meter-Rollout vorgelegt. Zum 30. Juni waren rund 3,17 Millionen intelligente Messsysteme installiert. Das entspricht 5,9 Prozent der 54,1 Millionen Messlokationen. Im ersten Halbjahr kamen rund 765.000 Smart Meter hinzu. „Der Ausbau nimmt Fahrt auf. Jetzt kommt es darauf an, das Tempo zu halten und die Geräte schnell in die Anwendung zu bringen“, sagt Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).

Smart Meter liefern Verbrauchs- und Erzeugungsdaten nahezu in Echtzeit. Sie ermöglichen eine effizientere Netzsteuerung, die Integration erneuerbarer Energien sowie flexible Stromtarife. „Smart Meter machen aus einem bislang weitgehend blinden Netz ein Netz, das viel genauer auf die Realität reagieren kann“, sagt Liebing.

Mit dem Zubau von Photovoltaik, Wärmepumpen, E-Autos und Speichern steigen die Anforderungen an die Verteilnetze. Smart Meter helfen, Erzeugung und Verbrauch besser zu steuern und Netze effizienter zu nutzen. „Die kommunalen Unternehmen tragen die Energiewende vor Ort. Dafür brauchen sie neue Leitungen und digitale Werkzeuge wie Smart Meter“, sagt Liebing.

Viele Messstellenbetreiber liegen inzwischen über der Zielmarke von 20 Prozent. Einige Betreiber erreichen im Schnitt knapp 30 Prozent. „Die Zahlen zeigen, dass viele Unternehmen beim Rollout gut unterwegs sind. Bei vielen Messstellenbetreibern ist bereits ein erheblicher Teil des Weges geschafft“, sagt Liebing.

Auch bei den Aufsichtsverfahren gibt es Bewegung. Die BNetzA hatte seit März gegen 434 Unternehmen Verfahren eingeleitet, weil sie die damalige 20-Prozent-Quote nicht erreicht hatten. Bei 77 Unternehmen lag die Quote zunächst bei null Prozent. Inzwischen konnten 150 Verfahren bereits beendet werden. „Der Rollout ist ein Kraftakt, und gerade für Messstellenbetreibern mit geringen Ressourcen sind die Anforderungen anspruchsvoll“, sagt Liebing.

Neben dem Einbau müssen IT-Systeme, Prozesse sowie Vorgaben zu Datenschutz und Datensicherheit umgesetzt werden. Dafür braucht es einen verlässlichen und wirtschaftlich tragfähigen Rahmen. „Mehr Tempo erreichen wir nicht mit immer neuen Anforderungen und mehr Bürokratie, sondern mit klaren Regeln, Planungssicherheit und weniger unnötiger Komplexität“, sagt Liebing.

Entscheidend ist nun, den Nutzen der eingebauten Systeme zu heben. Nur wenn die Daten zuverlässig genutzt werden können, entfalten Smart Meter ihr Potenzial für flexible Tarife, den Netzbetrieb und die Integration erneuerbarer Energien. „Der Einbau allein ist noch nicht das Ziel. Jetzt gilt es, den Rollout weiter in die Fläche zu bringen und den praktischen Nutzen der Systeme zu heben“, sagt Liebing.
 

Weitere Informationen:

VKU-Dossier: Messstellenbetrieb und Smart-Meter-Rollout

Bundesnetzagentur legt Messstellenverträge fest (25.11.2025)

Übersicht über zentrale Inhalte der Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes 2025 (25.02.2025)

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Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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