Agrarministerkonferenz
Düngeregeln: Gewässerschutz braucht bundesweit einheitliche Regeln

Die Agrarminister von Bund und Ländern beraten derzeit über eine Neuregelung des Düngerechts. Im Raum steht unter anderem eine Regionalisierung, die es den Ländern ermöglichen könnte, unterschiedliche Modelle für den Gewässerschutz anzuwenden.

25.09.26

Berlin, 25.09.2026. Die Agrarminister von Bund und Ländern beraten derzeit über eine Neuregelung des Düngerechts. Im Raum steht unter anderem eine Regionalisierung, die es den Ländern ermöglichen könnte, unterschiedliche Modelle für den Gewässerschutz anzuwenden. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dessen Mitglieder 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Trinkwasser versorgen, warnt vor unterschiedlichen Standards und spricht sich für bundesweit einheitliche Regeln aus.

VKU-Sprecher: „Dem Grundwasser sind Ortsschilder und Ländergrenzen egal. Deshalb darf es beim Schutz unseres Grundwassers keinen Flickenteppich geben. Unterschiedliche Länderregelungen würden einheitliche Standards im Gewässerschutz infrage stellen und könnten zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Wir brauchen bundesweit verlässliche Regeln, die Belastungen gezielt dort reduzieren, wo sie entstehen. Das Verursacherprinzip muss dabei Maßstab bleiben. Nur so verbinden wir wirksamen Gewässerschutz mit Fairness und Akzeptanz.“ Die bestehenden Regelungen sollten deshalb zielgerichtet weiterentwickelt und dort nachgeschärft werden, wo weiterhin erhöhte Nitratbelastungen bestehen.

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt über 1.600 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit rund 319.000 Beschäftigten wurden 2023 Umsatzerlöse von über 213 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 19 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen signifikante Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 66 Prozent, Gas 65 Prozent, Wärme 72 Prozent, Trinkwasser 88 Prozent, Abwasser 50 Prozent. Die kommunale Abfallwirtschaft hat seit 1990 rund 90 Prozent ihrer CO2-Emissionen eingespart – damit ist sie der Hidden Champion des Klimaschutzes. Immer mehr Mitgliedsunternehmen engagieren sich im Breitbandausbau und investieren pro Jahr über 1 Milliarde Euro. Zahlen Daten Fakten 2025

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