VKU-Vizepräsident Abfallwirtschaft Patrick Hasenkamp zur aktuellen Unwetterlage

Berlin, 16.07.2021

Ad-Hoc Statement von Patrick Hasenkamp, Vizepräsident des Verbands kommunaler Unternehmen und Leiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster zur aktuellen Situation der Hochwasserkatastrophe vor allem in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz:

„Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den von der Unwetterkatastrophe betroffenen Menschen und den engagierten Helferinnen und Helfern vor Ort.

Aktuell steht Retten und Bergen im Vordergrund der Tätigkeiten und wir hoffen, dass sich die Wettersituation alsbald beruhigt. Im Anschluss wird das Thema Aufräumen und Säubern zentral sein.

Als kommunale Abfallwirtschaft ist es uns ein Anliegen, die interkommunale Solidarität zu bekräftigen und Unterstützung zuzusichern, wo es nur geht.

Die Erfahrung der Jahrhundertereignisse in Münster im Jahr 2014 hat gezeigt: Es fällt bei Aufräumarbeiten nach Überflutungen viel Sperrmüll an und auch verschiedene Abfälle, gewerblich wie Siedlungsabfälle, müssen weiter verlässlich entsorgt werden. Hier geht es dann darum, konkrete Hilfe mit Sammelfahrzeugen und Kapazitäten bei der Müllverbrennung zur Verfügung zu stellen. Für uns ist Daseinsvorsorge eben auch Zusammenhalt in Ausnahmesituationen.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 275.000 Beschäftigten wurden 2018 Umsatzerlöse von rund 119 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 12 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 62 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 90 Prozent, Wärme 74 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen durch getrennte Sammlung entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 67 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitbandausbau. 190 Unternehmen investieren pro Jahr über 450 Mio. EUR. Sie steigern jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent. Beim Breitbandausbau setzen 93 Prozent der Unternehmen auf Glasfaser bis mindestens ins Gebäude.