VKU zur Zukunft ausgeförderter Windenergieanlagen: Oberstes Ziel sollte das Repowering sein

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Ingbert Liebing hat heute an einem Round-Table-Gespräch teilgenommen, bei dem es um die Zukunft ausgeförderter Windenergieanlagen ging. Dazu hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geladen.

Ingbert Liebing dazu: „Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Dialogs mit dem Bundeswirtschaftsminister über die notwendigen Rahmenbedingungen zur weiteren Nutzung ausgeförderter Windenergieanlagen an Land.

Oberstes Ziel sollte sein, das Repowering von ausgeförderten Windenergieanlagen zu unterstützen, um mit neuen und leistungsfähigeren Anlagen mehr EE-Strom an vorhandenen Standorten zu produzieren.

Dort, wo Repowering nicht infrage kommt, sollte ein Weiterbetrieb vorrangig über den Markt möglich gemacht werden. Hier müssen wir stärker in die Direktvermarktung gehen. Aktuell wird die Vermarktung von EE-Strom aus Windenergieanlagen, die aus der EEG-Förderung herauswachsen, durch den bestehenden Rechtsrahmen unnötig erschwert. Dafür müssen Hürden im System beseitigt werden und stärkere Anreize geschaffen werden.

Es geht mit der Novelle des EEG insgesamt darum, dass die Erneuerbaren Energien ihr erhebliches Wachstumspotential entfalten können. Anders ausgedrückt: Wir dürfen uns daher nicht mehr mit kleinen Korrekturen begnügen. Das System muss zukunftsorientiert reformiert werden.“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 275.000 Beschäftigten wurden 2018 Umsatzerlöse von rund 119 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 12 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 62 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 90 Prozent, Wärme 74 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen durch getrennte Sammlung entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 67 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitbandausbau. 190 Unternehmen investieren pro Jahr über 450 Mio. EUR. Sie steigern jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent. Beim Breitbandausbau setzen 93 Prozent der Unternehmen auf Glasfaser bis mindestens ins Gebäude.