VKU/Felix Krumbholz
Das German Expert Placement Programm (GEPP)
ANGEBOT AUF EINEN BLICK
Praxisnaher Fachaustausch zur Energiewende zwischen deutschen und südafrikanischen Stadtwerken - mit konkretem Nutzen für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeitenden:
- Worum geht es? Deutsche Fachkräfte bringen ihr Know-how in südafrikanische Stadtwerke ein und profitieren umgekehrt von deren Erfahrungen im Umgang mit einem sich rasant wandelnden, wachsenden Energiemarkt
- Wer kann teilnehmen? Technische und leitende Fachkräfte deutscher kommunaler Energieversorger
- Welche Formate gibt es? Kurzzeiteinsätze in Südafrika bis 90 Tage, Hospitationen südafrikanischer Fachkräfte in Deutschland bis 30 Tage, optional relevante Konferenzteilnahmen, quartalsweise virtuelle Dialogreihen organisiert durch GIZ und VKU
- Welche Kosten werden übernommen? Reise-, Aufenthalts- und Programmkosten der Einsätze werden von der GIZ getragen; Ihr Unternehmen stellt die Arbeitszeit der Mitarbeitenden zur Verfügung.
- JETZT MITMACHEN: Sie sind technische oder leitende Fachkraft in einem deutschen Stadtwerk und möchten Ihre Expertise einbringen? Melden Sie sich bis zum 15. Oktober per E-Mail an pahlenberg(at)vku(dot)de mit Angabe Ihres Themenschwerpunktes und Motivation.
Haben Sie vorab Fragen? Wir beraten Sie gerne.
GEPP IN KÜRZE
Das German Expert Placement Programme (GEPP) mobilisiert im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Fach- und Führungskräfte aus deutschen kommunalen Energieversorgern für zeitlich befristete Einsätze in Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit - umgesetzt durch die GIZ. Da sich viele Herausforderungen der Energiewende weltweit ähneln, profitieren alle teilnehmenden Unternehmen vom Austausch.
Das „Utility Exchange Programme" (Juni 2026 - Juni 2028) ist als Kohorte unter GEPP angelegt, wird durch den VKU vermittelt, von National Treasury und dem südafrikanischen Department of Electricity and Energy (DEE) getragen, vom BMZ finanziert. Es besteht auch konkrete Nachfrage aus Bosnien und Herzegowina, Armenien, Uganda und Moldau, Fachkräfteaustausche im Rahmen von GEPP umzusetzen. Sprechen Sie uns gern an!
IHR NUTZEN ALS STADTWERK
Die Teilnahme zahlt unmittelbar auf zentrale Personalthemen deutscher Stadtwerke ein:
- Personal- und Führungskräfteentwicklung: praxisnahe Weiterbildung außerhalb des Alltagsgeschäfts, Stärkung von Resilienz und interkulturellen Kompetenzen sowie Vorbereitung auf die Übernahme von mehr (Führungs-)Verantwortung.
- Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität: ein sichtbares Angebot, das Engagement und internationale Perspektiven im eigenen Unternehmen belohnt und ein attraktives Angebot im Wettbewerb um Talente
- Wissens- und Innovationstransfer: Einblicke in einen Markt mit hoher Transformationsdynamik, neue Lösungsansätze zu Netzresilienz, erneuerbaren Energien und Digitalisierung fließen ins eigene Unternehmen zurück
- Aufbau internationaler Netzwerke: Sichtbarkeit in globalen Energiewende-lnitiativen
- Beitrag zur ESG- und Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens
- Interkulturelle Kompetenz: Diversity-Praxis für Teams und Führungskräfte
DAS SÜDAFRIKANISCHE PROGRAMM IM DETAIL
Südafrikas Stromversorgung steht seit Jahren unter Druck: Wiederkehrende Versorgungsengpässe und geplante Stromabschaltungen ("Load Shedding") haben Wirtschaft, öffentliche Dienstleistungen und private Haushalte spürbar belastet. Die Regierung hat eine umfassende Reform des Energiesektors eingeleitet und befördert Sektorliberalisierung, Markteinführung sowie Ausbau der Erneuerbaren.
Ziel ist eine zuverlässigere, effizientere und finanziell tragfähigere Stromversorgung.
Ein zentraler Baustein: Die kommunalen Stromversorger sollen klarer strukturiert, wirtschaftlich eigenständiger und leistungsfähiger werden - vergleichbar mit der Rolle, die Stadtwerke in Deutschland heute schon einnehmen. Für diesen Umbau benötigen die Verantwortlichen vor Ort ganz praktisches Know-how, etwa zu Netzbetrieb, Tarifgestaltung oder Unternehmenssteuerung. Genau hier setzt der fachliche Austausch mit deutschen Stadtwerken an.
HERAUSFORDERUNGEN VOR ORT
Die kommunalen Energieversorger in den Metropolen stehen vor sehr konkreten operativen Herausforderungen, zum Beispiel:
- Veraltete Netzinfrastruktur: Teile des Verteilnetzes sind jahrzehntealt und entsprechend störanfällig
- Hohe technische und nicht-technische Verluste: In einigen Kommunen bis 20 Prozent des eingespeisten Stroms
- Angespannte Einnahmesituation: Zahlungsausfälle und veraltete Tarifsysteme erschweren Betrieb und Investitionen
- Fachkräftemangel im technischen Betrieb, insbesondere in Netzbetrieb und -planung
- Steuerung von Lastabwurf: geplante Abschaltungen müssen technisch und kommunikativ gemanagt werden, ohne die Versorgungssicherheit weiter zu gefährden
GESUCHTE EXPERTISE/ THEMENSCHWERPUNKTE DES AUSTAUSCHS
- Integration erneuerbarer Energien und Batteriespeicher (BESS) sowie deren Wirtschaftlichkeit
- Netzplanung, Netzstabilität und Resilienz einschließlich Wartung und Ausbau
- Unternehmensführung und Governance kommunaler Versorger einschließlich operativem Geschäft, Finanzbuchhaltung, HR
- Innovation und Digitalisierung im Netzbetrieb, insbesondere digitale Zählerinfrastruktur, Rechnungswesen
INFOS AUF EINEN BLICK
Formate
Kurzzeiteinsätze deutscher Fachkräfte in Südafrika von bis zu 90 Tagen oder Hospitationen südafrikanischer Fachkräfte von bis zu 30 Tagen; sowie quartalsweise virtuelle Dialogformate des VKU.
Organisatorische Unterstützung
Matching und fachliche Begleitung, Betreuung und sichere Unterbringung durch GIZ
Voraussetzungen
Mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Netzbetrieb, Energieversorgung oder Unternehmensführung; Bereitschaft zur Teilnahme an einem mehrwöchigen Programm; Interesse an einem Auslandsaufenthalt und interkulturelle Aufgeschlossenheit, Englischkenntnisse ab Niveau B2.
Planung und Ablauf
In einem ersten Gespräch gehen wir auf Ihre Motivation und den gewünschten Themenschwerpunkt ein. Auf Wunsch organisieren wir einen Austausch mit beteiligten Abteilungen (Personal, technische Leitung), um einen Einsatz möglichst individuell zu prüfen und auf Bedarfe der Partnergemeinden abzustimmen. Eine Kooperationsvereinbarung schreibt die Beiträge aller Beteiligten fest. Die Entsendung und Umsetzung findet statt, im Ausland werden Sie durch die GIZ betreut. Zum Abschluss erfolgt eine Dokumentation der Lernerfahrungen durch die Partnergemeinde in Südafrika. Bleiben Sie in Kontakt und nutzen Sie Ihr Netzwerk für zukünftigen Fachaustausch.