Studie "Finanzierung der Energiewende - Reform der Entgelte und Umlagesystematik“ veröffentlicht

Finanzierung der Energiewende: einfacher, transparenter und zielgenauer

Die Finanzierungsmechanismen der Energiewende sind in Schieflage geraten. Stromkunden schultern heute über Abgaben, Umlagen und Steuern den größten Teil der Energiewendekosten. Es bedarf einer umfassenden Reform, die die Energieversorgung als Ganzes in den Fokus nimmt. Ziel ist eine bessere Lenkungswirkung in Richtung CO2-armer Technologien – auch im Verkehrs-und Wärmesektor.

Ein vom VKU beauftragtes Gutachten schlägt die schrittweise Einführung eines sektorübergreifenden CO2-Preises vor: Die gegenwärtigen Energiepreisbestandteile mit klimapolitischem Bezug (zum Beispiel EEG- und KWKG-Umlage) werden zusammenzufasst und entsprechend an der CO2-Intensität an den jeweiligen Energieträgern in den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr ausgerichtet. Das System wird einfacher, transparenter und zielgenauer. Es ist zudem kompatibel mit dem europäischen Emissionshandelssystem (ETS).

Kunden werden von hohen Strompreisen entlastet

Die Einführung eines sektorübergreifenden CO2-Preises würde zu mehr Marktwirtschaft in der Energieversorgung führen: Marktverzerrungen werden abgebaut und Kunden werden von zu hohen Strompreisen entlastet. Das bringt die Flexibilisierung der Energieversorgung voran, ermöglicht Sektorenkopplung und reizt Investitionen in neue Technologien an.

Dieser neue Finanzierungsmechanismus kann so zum Konjunkturprogramm für Deutschland werden. Energiepolitik ist Wirtschaftspolitik. Daher sollten die Ausnahmen für energieintensive Industrien bleiben. Der Übergang muss schrittweise und sozialverträglich gestaltet werden. Verbraucher brauchen Zeit und bessere steuerliche Förderungen für die Umstellung, etwa beim Kauf von Elektromobilen/alternativen Antrieben oder bei der energetischen Gebäudesanierung.

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