Wasserstoff als tragende Säule der Wärmewende 14.12.21

Eco friendly clean hydrogen energy concept. 3d rendering of hydrogen icon on fresh spring meadow with blue sky in background. ©

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Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sollen bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 gemindert werden. In diesem Transformationsprozess werden gasförmige Energieträger einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiesystems leisten müssen. Zur Erfüllung der Klimaziele in Deutschland kommt der Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser im Gebäudesektor („Wärmemarkt“) eine zentrale Rolle zu: Gemäß der jüngsten Novelle des Klimaschutzgesetzes müssen die Emissionen von aktuell ca. 120 Mio. t auf 67 Mio. t im Jahr 2030 sinken.  Vor dem Hintergrund der jüngsten Verschärfung der EU-CO2-Reduktionsziele im Kontexts des EU Green Deals ist eine weitere Erhöhung der Anstrengungen im Wärmemarkt in Deutschland zudem absehbar notwendig.

Im gemeinsamen Arbeitskreis „Wasserstoff in NRW“ der Verbände VKU, BDEW und DVGW werden u.a. die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in der Gebäude- und Wärmeversorgung in den Blick genommen sowie Impulse für die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Roadmap NRW erarbeitet. Als erstes Arbeitsergebnis wurde das verbändeübergreifende Positionspapier „Wasserstoff als tragende Säule der Wärmewende“ entwickelt. Darin werden die notwendigen Erfolgsfaktoren beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft herausarbeitet, die Rolle der Gasverteilnetzbetreiber verdeutlicht sowie regulatorische Maßnahmen empfohlen. Ziel dieses Positionspapiers ist, die Berücksichtigung des Wärmemarkts in der Wasserstoffwirtschaft anzuregen sowie Forderungen für diesen Bereich zu definieren. Das Positionspapier befindet sich in der Veröffentlichung und wir Ihnen alsbald zugehen.