Seit gut einem Jahr sind Sie in den Vorstand der VKU-Landesgruppe Bayern gewählt worden. Welches Fazit ziehen Sie nach einem Jahr Arbeit im VKU LG Bayern Vorstand und welche Ziele definieren Sie für die Zukunft?
Die Arbeit im Landesvorstand ermöglichst es mir, unsere REWAG-Positionen, die oft auch die Sicht anderer kommunaler Versorger abbilden, zu Landes- und Bundesthemen zielgerichtet einzubringen. Damit haben wir das Gefühl, eine Stimme im komplexen Geflecht der Energiewirtschaft zu haben, was gerade im Gesetzgebungsprozess sehr wertvoll ist. Außerdem sind wir als Unternehmen so auch näher an den aktuellen Entwicklungen dran und können uns darauf besser einstellen.
Die Energie- und Wasserversorgung stehen vor großen Herausforderungen. Wie treiben Sie bei der REWAG die Transformation mit der Stadt Regensburg voran in diesen herausfordernden Zeiten und woher ziehen Sie Ihre Energie und Kraft?
Wir treiben die großen Themen voran, die viele andere kommunale Energieversorger auch haben: Wie können wir die Strom- und Wärmenetze vor dem Hintergrund knapper werdender finanziellen Ressourcen in dem hohen Tempo, das dringend nötig ist, ausbauen? Wir sehen den Klimaschutz, wie auch die bereits jetzt notwendigen Anpassungen auf die Klimaveränderungen, als eine generationsübergreifende Aufgabe an. Daran mitzuwirken, die Lebensgrundlagen abzusichern, gibt uns die Motivation, dabei nicht nachzulassen.
Wie begann Ihre Karriere in der Kommunalwirtschaft und was raten Sie jungen Menschen, die sich für Jobs bei kommunalen Unternehmen interessieren?
Begonnen habe ich Ende der neunziger Jahre im letzten Jahrhundert, ja sogar Jahrtausend. Damals starteten die Erneuerbaren Energien durch, der Vorgänger des EEGs, das Einspeisegesetz, war die Grundlage dafür. Parallel dazu brach mit der Liberalisierung des Strommarktes die „alte“ Energiewelt“ so nach und nach auseinander. Seitdem ist viel passiert und die Entwicklungen beschleunigen sich weiter. Junge Talente sollten Spaß an Veränderungen haben. Und ansonsten gilt, was auch für alle anderen Berufe und Branchen gilt, es hilft intrinsisch motiviert zu sein. Wer also nach dem oft zitierten „Purpose“ sucht, der ist bei uns an der richtigen Stelle: die Region voranbringen, Lebensgrundlagen schützen, Begeisterung für Technik oder Digitalisierung …