Einigkeit zur Energiewende im Energiebeirat bei Staatsminister Aiwanger

21.11.22

Energiebeirat, Energiedialog oder Energieagentur. Über die letzten zehn Jahre wurde in unterschiedlichen Namen durch die Staatsminister*innen ins Bayerische Wirtschaftsministerium eingeladen, um alle Akteure der Energiewirtschaft zum nötigen Wandel der Energieversorgung Bayerns zusammen zu führen. Die aktuelle Sitzung des Energiebeirats fand am 28. Oktober 2022 statt.

Erstmals wurde in diesem Kreis keine grundsätzliche Kritik am Weg der Energiewende mehr geäußert. Offensichtlich hat der Überfall auf Russland nun Einigkeit geschaffen, dass die Energiewende der richtige Weg ist. Zugleich bestehen weiterhin unterschiedliche Ansprüche und Ansichten zum Tempo, den Folgen, den Anforderungen an unterschiedliche Branchen und den Staat. So befand auf Basis einer Studie zur Versorgung des Chemiedreiecks die Chemiewirtschaft den Übertragungsnetzausbau nach Bayern ungenügend. Je nach Szenario, müsse die Anschlussleistung der Region verdoppelt werden. Der Netzausbau bleibt ein wichtiger Diskussionspunkt, erfährt aber auch Lösungen, wenn bestehende Anschlüsse durch mehrere, zeitversetzte erzeugende Erneuerbare genutzt werden. Kommunale Wasserstoffprojekte sind inzwischen die Leuchttürme für die vielzitierten Wasserstoffziele der Staatsregierung. Explizit nachgefragt hat Staatsminister Aiwanger zu Flexibilitäten als Teil des künftigen Energiesystems. Hierzu konnte Herr Braun direkt zum Kopernikus Projekt SynErgie berichten, dessen assoziierter Partner die Landesgruppe für die Modellregion Augsburg ist. In der aktuellen Krise allen gemeinsam ist, welche Auswirkungen und Anforderungen die unterschiedlichen staatlichen Maßnahmen mit sich bringen, von nötiger Entlastung über Gewinnabschöpfung bis zu administrativer Umsetzung. Der Bayerische Städtetag und die VKU Landesgruppe Bayern haben beide erneut einenSchutzschirm für kommunale Unternehmen gefordert, sowie die Öffnung von LfA Mitteln für kommunale Unternehmen.

Mitglied des Energiebeirats für die Landesgruppe ist Herr Braun.