Leitfaden: Selbstversorgung und Autarkiebestrebungen bei Stadtwerkekunden

22.06.2016. Der Leitfaden ist der Auftakt einer Reihe, die disruptive energiewirtschaftliche Trends mit Einflusspotenzial auf die Geschäftsmodelle der Stadtwerke aufgreift, bewertet und Ansätze für die unternehmensstrategische Bearbeitung entwickelt. Er richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer und Strategiebeauftragte in den Mitgliedsunternehmen des VKU und greift den Trend zur teilweisen Selbstversorgung mit Strom auf, der insbesondere unter PV-Anlagenbesitzern zunimmt.

Durch eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Mitgliedsunternehmen und Mitarbeitern der Hauptgeschäftsstelle des VKU wurde der Leitfaden „Selbstversorgung und Autarkiebestrebungen bei Stadtwerkekunden“ erarbeitet. Er soll Auftakt einer Reihe von kompakten Leitfäden sein, die disruptive energiewirtschaftliche Trends mit Einflusspotenzial auf die Geschäftsmodelle der Stadtwerke aufgreifen, bewerten und Ansätze für die unternehmensstrategische Bearbeitung entwickeln.

Dieser erste Leitfaden greift den Trend zur teilweisen Selbstversorgung mit Strom auf, der insbesondere unter PV-Anlagenbesitzern zunimmt. Kleine PV-Anlagen produzieren mittlerweile Strom zu Gestehungskosten, die deutlich unter den Kosten für Haushaltsstrom liegen. Die gesunkenen Systemkosten machen eine Förderung durch Einspeisevergütung nicht erforderlich. Es wird zumindest für Haushaltskunden und kleinere Gewerbebetriebe zunehmend interessant, einen Teil des benötigten Stroms selbst zu erzeugen und zu verbrauchen. Eine zukünftige Preisdegression für kleine Speichersysteme wird die Wirtschaftlichkeit und das Potential für Eigenversorger erhöhen.

Neben dem Problem der sinkenden Bezugsmengen können jedoch für Stadtwerke auch neue Geschäftsfelder und Dienstleistungen entstehen. Wichtig ist, dass die Stadtwerke den Trend aufgreifen und beginnen Produkte zu entwickeln, mit denen sie den wachsenden Markt der Selbstversorger besetzen können. In erster Linie geht es darum, Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Nicht zuletzt wird es aber bei einer wachsenden Anzahl von Eigenerzeugern immer wichtiger, dass die Energieversorger zumindest Kenntnis über den Betriebszustand von Eigenerzeugungsanlagen der Kunden haben.

Ziel des Leitfadens ist es, die Stadtwerke für den entstehenden Trend zur Selbstversorgung zu sensibilisieren. Dafür wird das Thema Selbstversorgung zunächst aus der Sicht des Kunden beleuchtet. Anhand der Darstellung der Ergebnisse einer Szenariobetrachtung wird die Anreizwirkung, die von Selbstversorgungskonzepten ausgeht, belegt. Anhand von sechs Kernthesen wird dann die Betroffenheit der Stadtwerke insgesamt, aber auch der einzelnen Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Netzbetrieb und Vertrieb dargestellt. Daraus werden die zentralen Herausforderungen für die Stadtwerke in den kommenden Jahren abgeleitet. Schließlich wird, eingebettet in einen Zeitrahmen, ein Ansatz für die unternehmensstrategische Bearbeitung des Themas skizziert.

Der Leitfaden steht den Mitgliedsunternehmen des VKU zusammen mit zwei Arbeitspapieren kostenlos im geschlossenen Mitgliederbereich zum Download zur Verfügung. Bitte loggen Sie sich ein, um fortzufahren.

Um weitere Inhalte zu sehen, loggen Sie sich bitte im mitgliedergeschützten Bereich ein.