VKU zum BMWi Kraftwerksforum
14.10.2011. Der VKU hat am ersten Kraftwerksforum des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) teilgenommen. Ziel dieses Forums ist, zur Transparenz über gesicherte Erzeugungskapazitäten beizutragen und deren erwartbare Entwicklung in den nächsten Jahren und die Folgen für die Versorgungssicherheit und Systemstabilität abzuleiten.
Am 30.09.2011 fand das erste Kraftwerksforum des BMWi statt, an dem auch der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) teilgenommen hat. Mit der Gründung des Forums möchte das BMWi nach eigenen Angaben zur Transparenz über gesicherte Erzeugungskapazitäten, deren erwartbare Entwicklung in den nächsten Jahren und die Folgen für die Versorgungssicherheit und Systemstabilität beitragen. Der VKU bewertet das Forum als eine gute Plattform, um eine präzise Bestandsaufnahme der deutschen Erzeugungslandschaft zu bekommen und sie mit Blick auf die kommenden Herausforderungen zu analysieren.
Im Vorfeld des Forums machte der VKU deutlich, dass für den Bau neuer Erzeugungskapazitäten die entsprechenden Rahmenbedingungen stimmen müssen. Um den Bau hocheffizienter und flexibler Kraftwerke zu ermöglichen, müssen die Bedingungen so gesetzt werden, dass sich deren Bau auch lohnt. Dabei muss auch über geeignete Investitionsanreize und Kapazitätsmechanismen nachgedacht werden, die den Wettbewerb auf dem Erzeugungsmarkt weiter stärken. Zudem sollten Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.
Aktuell versorgen die Stadtwerke über 50 Prozent der Menschen mit Strom und Gas. Der Marktanteil kommunaler Unternehmen von unter zehn Prozent an der Stromerzeugung soll bis 2020 mindestens verdoppelt werden. In der beschlossenen Energiewende hin zu mehr dezentralen Technologien sieht der VKU nun die Chance, den Anteil an der Stromerzeugung deutlich zu steigern. Derzeit sind mehr als 3.000 Megawatt an Erzeugungsanlagen im Bau oder im konkreten Genehmigungsverfahren. Davon entfällt ein Drittel auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Insgesamt wenden die kommunalen Versorger bereits 6,7 Milliarden Euro auf und weitere Milliardeninvestitionen werden dazukommen.
Dabei setzen die Stadtwerke vor allem auf die erneuerbaren Energien, auf Gas als Brückentechnologie und auf die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Der aus energiewirtschaftlichen und klimaschutzpolitischen Gründen erwünschte Ausbau von Anlagen zur KWK braucht jedoch weiterhin deutliche politische Unterstützung durch die Bundesregierung. Insbesondere benötigen die Stadtwerke und ihre kommunalen Eigentümer schnell Klarheit über die Bedingungen einer umfassenden Novelle des KWK-Gesetzes. Langfristig wirkt sich die hohe Effizienz von KWK-Anlagen positiv auf deren Wirtschaftlichkeit aus. Mittelfristig benötigt die komplexe Technik aber eine weitere Förderung.
Im geschützten Mitgliederbereich finden Sie weiterführende Unterlagen zum Kraftwerksforum des BMWi.
Ansprechpartner Frank Petzold
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