geschrieben von Hans-Joachim Reck (23. Februar 2010)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft
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So sieht der Smart Meter aus

Zum 1. Januar 2010 trat eine neue Regelung in Kraft: In Neubauten, bei   größeren Renovierungen sowie beim Auswechseln von Strom- und Gaszählern müssen ab diesem Zeitpunkt elektronische Messeinrichtungen – so genannte Smart Meter – eingebaut werden. Damit sollen Strom- und Gaskunden von Stadtwerken ein größeres Maß an Transparenz bei ihrem Energieverbrauch erhalten. Bislang haben die meisten Kunden in der Regel jährlich eine Rechnung über ihren Strom- und Gasverbrauch erhalten. Wann genau sie am meisten Energie benötigten oder welche Geräte wirklich einen überhöhten Verbrauch haben, konnten sie daran nicht erkennen. Smart Meter ermöglichen ihnen nun, den eigenen Verbrauch in Echtzeit zu sehen. So können sie damit Energiefresser identifizieren und gleichzeitig Strom und Gas sparen.

Möglichkeiten für Stadtwerke

Stadtwerke können mittels dieser technischen Innovation Kunden für eine effiziente und kostengünstige Energienutzung sensibilisieren. Die zum Jahresende gesetzlich vorgeschriebene Einführung von tageszeitabhängigen bzw. lastvariablen Tarifen unterstützt diese Bemühungen. Ein Studenten- oder Berufstätigentarif, welcher zu unterschiedlichen Tageszeiten auch unterschiedliche Preise enthält, wäre ein mögliches Beispiel. Der Kunde hätte dann die Möglichkeit, bestimmte Verbraucher, wie die Waschmaschine, zu günstigeren Zeiten laufen zu lassen.  Einige Stadtwerke gehen bereits heute mit gutem Beispiel voran: die Stadtwerke Bochum bieten beispielsweise schon heute solche Tarife samt Zähler an. Bei anderen Stadtwerken – z.B. in Emden – wird der intelligente Zähler in Kombination mit einem Ökostromprodukt angeboten, was gleich doppelt einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Auch in punkto Informationsaustausch sind die Stadtwerke Vorreiter. Die VKU-Plattform http://www.smartwerk.net bietet ihnen und allen Interessierten wertvolle Informationen und Hilfestellungen rund um Smart Meter, Smart Grids und weiteren Zukunftstechnologien.

Einheitliche Standards setzen

Bei allen Chancen und Möglichkeiten dieser neuen Technologien, fest steht: Es gibt noch keine verlässlichen Rahmenbedingungen (z.B. bei der Technik oder der Regulierung). Erst wenn es solche Rahmenbedingungen gibt, kann eine flächendeckende und für den Kunden mit Einsparpotentialen verbundene Lösung sinnvoll eingeführt werden. Nichtsdestotrotz können Smart Meter Stadtwerke einen guten Schritt weiter auf dem Weg zu Smart Grids – den intelligenten Netzen der Zukunft – begleiten.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (25. Januar 2010)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft
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VKUMit Themen wie der Rekommunalisierung und dem Ausbau erneuerbarer Energien sind die Stadtwerke im energiepolitischen Tagesgespräch präsent. Die großen Energiekonzerne sind nun nicht mehr allein auf dem Markt, die Stadtwerke mischen mit. Sie sind schließlich der einzige ernstzunehmende Wettbewerber der „Großen Vier“ und wollen dies auch bleiben.

 Dass sie dies können, zeigen die neuesten Erzeugungszahlen der kommunalen Energieversorger: Sie bauen ihre Stromerzeugung in den nächsten Jahren deutlich aus. Kraftwerkskapazitäten von 3.501 Megawatt (MW) sind bereits im Bau oder schon im Genehmigungsverfahren. 36 Prozent davon stammen aus erneuerbaren Energien. Insgesamt steigern die kommunalen Unternehmen so ihre Stromerzeugung um 26 Prozent. Momentan entspricht die Kraftwerksleistung der Stadtwerke noch 13.300 Megawatt Nettoleistung, das sind zehn Prozent der in ganz Deutschland installierten Kraftwerksleistung. Stadtwerke können aber noch mehr – daher darf die Debatte über die Laufzeitverlängerung nicht den Ausbau nachhaltiger und dezentraler Energieversorgung durch die Stadtwerke behindern.

 Es bleibt zu sehen, wie das Energiekonzept 2010 genau aussehen wird. Fest steht: Die Stadtwerke sind auf dem besten Wege in eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (6. Januar 2010)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft
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BMVBS 2009)Deutschland im Jahre 2020: Eine Million Elektroautos fahren auf den Straßen. Noch ist das eine Vision – aber die Bundesregierung und die Stadtwerke arbeiten intensiv daran, diesen Traum wahr werden zu lassen. Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden – so steht es im „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ (NEP) der Bundesregierung. 500 Millionen Euro gibt es dafür aus dem Konjunkturpaket II.

Die Stadtwerke wollen durch Elektromobilität einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und zugleich die Lebensqualität vor Ort verbessern. Weniger Lärm, weniger Staub und andere Schadstoffe und weniger klimaschädliche C02-Emissionen sind das Ziel. Durch E-Bikes, E-Rollern und Elektroautos unterstützen die Stadtwerke ihre Kommunen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität. Die Stadtwerke München, Aachen und Dresden beteiligen sich beispielsweise an den so genannten „Modellregionen“ der Bundesregierung. In ihren Pilotprojekten testen sie die neuen Verkehrsmöglichkeiten und erproben gleichzeitig neue Geschäftsmodelle. Ein Beispiel dafür sind Stadtwerke-Kooperationen zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur und gemeinsame Angebote wie gratis oder preiswertes Tanken für Autofahrer.

Der zusätzliche Stromverbrauch ist ersten Berechnungen zufolge gering – 2020 dürfte Elektromobilität noch nicht einmal ein Prozent mehr des Gesamtstromverbrauchs ausmachen. Dieser soll vorrangig durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Damit kennen sich die Stadtwerke bestens aus. Aktuell sind Kraft-Wärme-Kopplungs- und Erneuerbare-Energien-Anlagen in einer Größenordnung von 1.716 Megawatt (MW) bereits genehmigt oder im Bau. Die Investitionssummen belaufen sich dabei auf rund 3,2 Milliarden Euro. Das macht sie zu einem begehrten Kooperationspartner bei der Einführung von Elektromobilität. Zudem verfügen sie über das erforderliche technische Wissen und kennen die Infrastrukturen vor Ort wie kein Zweiter. Das ist von Vorteil wenn ein kommunales Unternehmen Elektromobilität vor Ort aus eigener Kraft vorantreiben möchte. Aktionen wie Gratis-Strom für Elektroautos der Stadtwerke Halle und umsonst Parken beim Aufladen an der E-Tankstelle in Düsseldorf zeigen, wie innovativ und kreativ kommunale Unternehmen dabei schon heute sind.

In den nächsten Jahren wird sich in punkto Elektromobilität noch viel tun und die Stadtwerke sind dabei ein wichtiger Player.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (4. November 2009)
Kategorie: Allgemein, Wasser/Abwasser
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jeanette dobrindt/pixelio.de

Unser Trinkwasser in Deutschland ist von Region zu Region unterschiedlich - im Geschmack und auch in der Zusammensetzung. Dies liegt an den verschiedenen regionalen Rahmenbedingungen in Deutschland: So steht jeder lokale Wasserversorger vor anderen Herausforderungen: Während sich manche Versorger qualitativ hochwertigem Quell- oder Grundwasser in ihrer Region bedienen können, müssen andere Versorger kostenaufwendig Oberflächenwasser aufbereiten oder Wasser fremd beziehen. Die lokale Wasserverfügbarkeit und –qualität beeinflusst die Kosten demnach erheblich. Neben den naturräumlichen Gegebenheiten spielt auch Siedlungsstruktur und –dichte eine Rolle. So kommt es zu örtlichen Schwankungen in den Kosten der Wasserversorger.

 Eines steht damit fest: Wasser ist ein lokales Produkt – es muss zu örtlichen Bedingungen gewonnen, aufbereitet und verteilt werden. Auszurechnen, was ein Münchner in Hamburg oder ein Leipziger in Bonn für das Wasser bezahlen würde, hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Sinnvoller ist es, den Verbrauchern die Rahmenbedingungen und damit die besonderen Kosten der örtlichen Trinkwasserversorgung zu verdeutlichen.

Dabei hilft das aktuelle Gutachten der Universität Leipzig im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Es erläutert die Kostenindikatoren, die für die Höhe von Trinkwasserpreisen entscheidend sind. Hier erfahren Sie mehr: http://www.kommunale-wasserwirtschaft.de/


geschrieben von Hans-Joachim Reck (15. Oktober 2009)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft
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Fotovoltaik-Anlage der Stadtwerke München (Marko Hanke)

Eine repräsentative Emnid-Umfrage aus dem Sommer 2009 hat den kommunalen Unternehmen gute Noten bescheinigt. Zuverlässige Versorgung, faire Preise und Kundenfreundlichkeit wurden dabei besonders hervorgehoben. Die befragten Kunden lobten auch das Engagement der Stadtwerke im Bereich erneuerbare Energien, wünschten sich allerdings noch mehr davon. Und die Stadtwerke sind da auf dem besten Weg. Ein Beispiel: 2011 wollen die Stadtwerke München ein Geothermie-Heizkraftwerk in Sauerlach in Betrieb nehmen. Dafür bohren sie in bis zu 3000 m Tiefe nach heißem Tiefengrundwasser. Das Wasser wird dann nach oben gefördert, gibt seine Wärme an ein Nahwärmenetz ab und wird über eine zweite Bohrung wieder zurückgeführt. Daneben soll das Geothermie-Heizkraftwerk in Sauerlach auch Strom erzeugen.

Stadtwerke nutzen jedoch nicht nur die Tiefenschichten der Erde sondern auch die Kraft der Sonne. Die Stadtwerke Speyer haben sich dafür ein besonderes Konzept ausgedacht. Auf den Betriebsgebäuden der Stadtwerke, sowie auf Schulen, Schwimmbädern und Museen haben sie Solarstromanlagen errichtet. Auf Wohnhäusern und einem Müllberg stehen weitere Solaranlagen, die die Stadt Speyer mit Energie versorgen. Darüber hinaus betreiben die Stadtwerke auch Solarthermie-Anlagen. Durch Solarthermie wird die Nahwärmeversorgung von den Speyrer Wohngebieten zu einem großen Teil gedeckt und durch Holzhackschnitzel und Erdgas ergänzt. Die Liste mit Beispielen könnte ich noch beliebig erweitern.

Dezentrale Erzeugung - das Markenzeichen der Stadtwerke - erweist sich besonders bei den erneuerbaren Energien als Vorteil. Je nach Standort nutzen die Stadtwerke die ihnen gegebenen Möglichkeiten, ob Sonne, Wind, Wasser oder Holz. Mit ihrer Gemeinwohlorientierung zeigen die Kommunalen zudem gleich doppelt Einsatz:

Für die Bürger vor Ort und für das Klima.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (26. August 2009)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft, Veranstaltungen
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VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck (l.) und TNS-Emnid-Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner (r.) 

Kommunale Unternehmen im Stimmungshoch

 In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wie diesen erleben kommunale   Unternehmen eine Renaissance. Sie stehen für eine gesicherte Versorgung vor Ort. Die Kunden wissen, was sie bekommen. Die Kunden wissen aber auch genau, was sie von ihrem Energieversorger erwarten. Eine Umfrage von TNS Emnid im Sommer 2009 hat dies genauer untersucht. Eine zuverlässige Energieversorgung, freundliche Beratung und eine verständliche Rechnung stehen bei den Haushaltskunden ganz oben. Das sind gleichzeitig Werte, die mit den Stadtwerken in Verbindung gebracht werden. 92 Prozent der Befragten beurteilen in der Emnid-Studie die Stadtwerke als sehr zuverlässige Versorger und 71 Prozent sehen sie als kundenorientierte Unternehmen. Bei soviel Zufriedenheit wundert es kaum, dass die Frage nach einer Privatisierung von Stadtwerken von 70 Prozent der Teilnehmer abgelehnt wird.

Anerkennung für Stadtwerke-Engagement

Gesicherte Versorgung ist den Kunden also nach wie vor wichtig. Sie erwarten von ihren kommunalen Versorgern aber auch ein deutliches Bekenntnis zu den erneuerbaren Energien. Klimafreundliche Erzeugung und erneuerbare Energien sind für kommunale Unternehmen schon lange keine Fremdwörter mehr. Im Gegenteil: 80 Prozent des erzeugten Stroms kommt aus den so genannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Energieversorger wie die Aachener oder die Münchner Stadtwerke sind sogar zu Vorreitern im Bereich Elektromobilität geworden. Mit Investitionen in Wind, Sonne und Holz zeigen Deutschlands Stadtwerke bei modernen Technologien Flagge.

Gute Noten für Wasser

Auch die kommunalen Wasserversorger erhalten von den Umfrageteilnehmern gute Noten. Eine klare Mehrheit der Verbraucher ist mit der Wasserqualität sehr zufrieden. Ähnlich zufrieden zeigen sich die Kunden der kommunalen Wasserversorger bei den Wasserpreisen. 72 Prozent der befragten Kunden halten die Preise ihres Wasserversorgers für angemessen.

Hohe Qualität und faire Preise kommen bei den Verbrauchern gut an. Die Emnid-Umfrage hat ergeben, dass 91 Prozent der Befragten mit der Gesamtversorgung der kommunalen Unternehmen sind. Die Werte sind dabei noch besser, als bei vergleichbaren Umfragen aus 2008.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (18. Dezember 2008)
Kategorie: Wasser/Abwasser
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In einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist erst letzte Woche (am 18.11.2008) eine Verfügung der Landeskartellbehörde zur Senkung der Wasserpreise gegenüber einem Stadtwerk bestätigt worden.

Dieser Beschluss des OLG Frankfurt und insbesondere die Begründung der Entscheidung haben mich in nicht geringes Erstaunen versetzt. Eine schlichte Übertragung der im Energiebereich entwickelten Rechtsprechung 1:1 auf die Wasserversorgung kann keine Lösung sein. Dies wird nämlich den besonderen Versorgungsbedingungen im Wasserbereich nicht gerecht. Tatsächlich sind die einzelnen Versorgungsgebiete durch sehr unterschiedliche natürliche Voraussetzungen geprägt, auf die der Wasserversorger keinen Einfluss hat. Eine gute Übersicht bietet das Gutachten der Universität Leipzig „Trinkwasserpreise in Deutschland – Welche Faktoren begründen regionale Unterschiede?“ Eine Kurzfassung ist unter www.vku.de/wasser abrufbar.

Das Urteil lässt aber auch wesentliche Fragen noch offen. Deshalb hat das betroffene Stadtwerk mit gutem Grund angekündigt, den Bundesgerichtshof anzurufen. In dem Beschwerdeverfahren muss geklärt werden, ob die gesamte Beweislast tatsächlich auf das betroffene Unternehmen abgewälzt werden darf. Ich meine, dass bereits die Kartellbehörde in der Pflicht steht, sehr sorgfältig die Vergleichsunternehmen auszuwählen. Hier hat das Oberlandesgericht nur sehr geringe Anforderungen an die Behörde gestellt, was ich für einen Fehler halte.

Und last but not least: Die Interessen der Verbraucher werden in der Wasserversorgung nicht nur durch einen niedrigen Preis definiert. Haushaltskundenbefragungen zeigen, dass bei unserem wichtigsten Lebensmittel die Qualität und die Versorgungssicherheit ganz vorne stehen. Dies sollte jeder beachten, der den Verbraucherschutz bei der kartellrechtlichen Kontrolle der Wasserpreise in den Vordergrund rücken möchte.


geschrieben von Hans-Joachim Reck (24. Oktober 2008)
Kategorie: Allgemein, Recht/Steuern
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Die Stadtwerke in Deutschland stehen seit jeher für öffentliche Daseinsvorsorge und sind ein absolutes Erfolgsmodell. Sie sind absolut prädestiniert dafür, das Zieldreieck der deutschen und europäischen Energiepolitik aus Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu erfüllen. Denn sie behaupten sich im Wettbewerb und verwenden dabei Spitzentechnologien; mit ihren dezentralen Strukturen sind sie die idealen Erzeuger mit Erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung.

Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen, nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch bei Handwerk und Mittelstand in der Region. Mit Umsatzerlösen von ca. 70 Mrd. Euro jährlich und rund 230.000 Beschäftigten schaffen die im VKU organisierten Unternehmen Arbeitsplätze in vielen Bereichen. Insgesamt tätigen Stadtwerke Investitionen in Höhe von rund sieben Mrd. Euro jährlich. Knapp 80% werden als Aufträge an die regionale Wirtschaft vergeben.

Die ausgewiesene Gemeinwohlorientierung der Stadtwerke steht zwar nicht im Widerspruch zu betriebswirtschaftlichem Denken, verträgt sich allerdings nicht – und das ist der große Unterscheid zu ihren Wettbewerbern – mit dem Gebot der reinen Profitmaximierung. Bei den kommunalen Unternehmen steht nicht der Shareholder Value, also die Gewinnmaximierung für die Anteilseigner, im Vordergrund. Entscheidend für ihre Arbeit ist vielmehr der Nutzen für den Bürger, der Citizen Value – und dies ist schon immer das Alleinstellungsmerkmal von Stadtwerken gewesen.

Das alles wissen auch die Bürger zu schätzen, wie aktuelle Umfragen belegen. Aber gerade, weil den Bürgern nicht egal ist, wer sie versorgt, sollten Stadtwerke ihre Vorteile wie Kompetenz, Vertrauen, Zuverlässigkeit und Kundennähe sehr viel stärker herausstellen. Der VKU und seine Mitgliedsunternehmen wollen genau dies mit unserer Dachmarkenkampagne „Meine Stadtwerke. Gemeinsam stark.“ nun auch tun.

Kommunale Unternehmen sichern Grundfunktionen der örtlichen Gemeinschaft und tragen so zur Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung sowie zur Umweltschonung bei. Sie bieten den Kunden ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis und sichern ihren Anteilseignern stabile Erträge, ohne die andere wichtige Dienstleistungen für die Bürger – wie beispielsweise der ÖPNV oder Schwimmbäder – gar nicht bezahlbar wären. Und mit ihrem freiwilligen gesellschaftlichen Engagement im sozialen, kulturellen und sportlichen Leben der Kommunen identifizieren sie sich mit der örtlichen Gemeinschaft.

Arbeitgeber mit hoher sozialer Verantwortung engagieren sich gesellschaftlich sowie kulturell in der Region.

Mit Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und Printmedien (Die Welt, FAZ, Süddeutsche Zeitung, BILD am Sonntag, ZfK, Kommunalpolitische Zeitschriften), mit Hörfunkspots (WDR 2,SWR 3) und Großflächenplakaten in den über 100 teilnehmenden Städten sowie mit einem neuen Internetauftritt (www.meine-stadtwerke.de) als begleitende Infoplattform wird die Kampagne, die zunächst für drei Jahre geplant ist, beginnen. Gerade den kleinen und mittleren Stadtwerken hilft diese Kooperation in der Außendarstellung enorm. Denn ihnen fehlen häufig die finanziellen und organisatorischen Mittel, sich gegen die großflächigen Werbekampagnen der großen Wettbewerber zur Wehr zu setzen. So können sie von einer bundesweiten Kampagne profitieren, die man als einzelnes Stadtwerk kaum stemmen könnte. Im gemeinsamen Einkauf von Werbezeiten und Plakatflächen können wir deutlich niedrigere Preise erzielen. „Gemeinsam stark.“


geschrieben von Hans-Joachim Reck (8. Mai 2008)
Kategorie: Allgemein, Energiewirtschaft, Entsorgung, Recht/Steuern, Veranstaltungen
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im Weblog des VKU.

Der Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) vertritt die Interessen der kommunalen Wirtschaft in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und Umweltschutz. Bundesweit sind 1.355 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 71 Mrd. € und über 233.000 Beschäftigte im VKU organisiert.