Die Lage der Umweltwirtschaft in Deutschland
Mit dem Umweltwirtschaftsbericht 2011 hat das Bundesumweltministerium Ende Januar 2012 zum zweiten Mal nach 2009 einen „Bericht über den Stand, die Herausforderungen und die Perspektiven der Umweltwirtschaft in Deutschland“ vorgelegt [1]. Die Statistik zeigt, dass Deutschland auf dem Weg zu neuem, umweltverträglichem Wachstum schon erhebliche Fortschritte gemacht hat. Einige Beispiele dafür: Zwischen 1990 und 2010 stiegen die Energieproduktivität um 38,6 % und die Rohstoffproduktivität um 46,8 %; die Luftschadstoffemissionen konnten um 56,4 % verringert werden; rund 90 % der Bauabfälle und 63 % der Siedlungsabfälle werden mittlerweile recycelt. Der Bericht dokumentiert die kontinuierlich zunehmende Bedeutung der Unternehmen, die Umweltschutzgüter und -dienstleistungen produzieren und anbieten, innerhalb der deutschen Wirtschaft. Die Produktion von Umweltschutzgütern erreicht inzwischen ein jährliches Produktionsvolumen von fast 76 Mrd. Euro. Ihr Anteil an der deutschen Industrieproduktion insgesamt ist von 2002 bis 2008 um 1 Prozentpunkt auf 5,7 % gestiegen. Auf dem Weltmarkt haben deutsche Unternehmen der Umweltschutzbranche weiterhin eine Vorreiterrolle. Mit einem Welthandelsanteil von 15,4 % lag Deutschland im Jahr 2009 auf dem Spitzenplatz beim Export von Umweltschutzgütern, vor den USA mit 13,6 %, China mit 11,8 %, Japan, Großbritannien und Frankreich. Nach jüngsten Berechnungen ist die Zahl der in der Umweltwirtschaft Beschäftigten auf fast 2 Mio. bzw. 4,8 % aller Beschäftigten in Deutschland gestiegen. Getragen wurde das Beschäftigungswachstum vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Erfolge beim Export von Umweltschutzgütern und die umweltorientierten Dienstleistungen. Im Sektor der erneuerbaren Energien ist die Beschäftigung im Jahr 2010 bereits auf rund 370.000 Personen gestiegen. Dies sind etwa 15 % mehr als im Jahr 2008 (rund 320.000 Beschäftigte). Die Bedeutung der klassischen Umweltschutzbereiche wie Investitionen in Abfallbeseitigung, Lärmbekämpfung, Luftreinhaltung und Gewässerschutz nahm dagegen eher etwas ab. Der Umweltwirtschaftsbericht 2011 stützt sich auf zahlreiche Forschungsvorhaben und Zahlenmaterial von statistischen Ämtern. Er kann beim UBA oder beim BMU heruntergeladen und bestellt werden. Dieser Text wurde verfasst unter Verwendung von Presseinformationen des BMU. Für Literaturquellen siehe, wenn nicht anders angegeben, den Umweltwirtschaftsbericht 2011 des BMU. Nach der Anmeldung stehen Mitgliedern weitere Informationen und Links zur Verfügung. Ansprechpartner: Dr. Martin J. Gehring

Die Lage der Umweltwirtschaft in Deutschland

aufgeschlagenes Buch

06.02.2012. Mit dem Umweltwirtschaftsbericht 2011 hat das Bundesumweltministerium Ende Januar 2012 zum zweiten Mal nach 2009 einen „Bericht über den Stand, die Herausforderungen und die Perspektiven der Umweltwirtschaft in Deutschland“ vorgelegt [1].

Die Statistik zeigt, dass Deutschland auf dem Weg zu neuem, umweltverträglichem Wachstum schon erhebliche Fortschritte gemacht hat. Einige Beispiele dafür: Zwischen 1990 und 2010 stiegen die Energieproduktivität um 38,6 % und die Rohstoffproduktivität um 46,8 %; die Luftschadstoffemissionen konnten um 56,4 % verringert werden; rund 90 % der Bauabfälle und 63 % der Siedlungsabfälle werden mittlerweile recycelt.

Der Bericht dokumentiert die kontinuierlich zunehmende Bedeutung der Unternehmen, die Umweltschutzgüter und -dienstleistungen produzieren und anbieten, innerhalb der deutschen Wirtschaft. Die Produktion von Umweltschutzgütern erreicht inzwischen ein jährliches Produktionsvolumen von fast 76 Mrd. Euro. Ihr Anteil an der deutschen Industrieproduktion insgesamt ist von 2002 bis 2008 um 1 Prozentpunkt auf 5,7 % gestiegen.

Auf dem Weltmarkt haben deutsche Unternehmen der Umweltschutzbranche weiterhin eine Vorreiterrolle. Mit einem Welthandelsanteil von 15,4 % lag Deutschland im Jahr 2009 auf dem Spitzenplatz beim Export von Umweltschutzgütern, vor den USA mit 13,6 %, China mit 11,8 %, Japan, Großbritannien und Frankreich.

Nach jüngsten Berechnungen ist die Zahl der in der Umweltwirtschaft Beschäftigten auf fast 2 Mio. bzw. 4,8 % aller Beschäftigten in Deutschland gestiegen. Getragen wurde das Beschäftigungswachstum vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Erfolge beim Export von Umweltschutzgütern und die umweltorientierten Dienstleistungen. Im Sektor der erneuerbaren Energien ist die Beschäftigung im Jahr 2010 bereits auf rund 370.000 Personen gestiegen. Dies sind etwa 15 % mehr als im Jahr 2008 (rund 320.000 Beschäftigte).

Die Bedeutung der klassischen Umweltschutzbereiche wie Investitionen in Abfallbeseitigung, Lärmbekämpfung, Luftreinhaltung und Gewässerschutz nahm dagegen eher etwas ab.

Der Umweltwirtschaftsbericht 2011 stützt sich auf zahlreiche Forschungsvorhaben und Zahlenmaterial von statistischen Ämtern. Er kann beim UBA oder beim BMU heruntergeladen und bestellt werden.

Dieser Text wurde verfasst unter Verwendung von Presseinformationen des BMU. Für Literaturquellen siehe, wenn nicht anders angegeben, den Umweltwirtschaftsbericht 2011 des BMU.

Nach der Anmeldung stehen Mitgliedern weitere Informationen und Links zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. Martin J. Gehring

Quellenangaben

[1] BMU & UBA (2011): Umweltwirtschaftsbericht 2011 (Link auf pdf-Dokument).
Zugriff am 06.02.2012.


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Termine Mai 2012

04.05. 10:30h 31. Sitzung Ausschuss des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
08.05. Social Media für Stadtwerke (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
09.05. - 10.05. Branchenwissen Stadtwerke (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
10.05. VKU-Finanzierungskonferenz
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
09.05. - 10.05. Branchenwissen Stadtwerke (Berlin)
10.05. 17:30h Parlamentarischer Abend am 10. Mai 2012 - MiFID II: Energiehandel im Fokus der Finanzaufsicht
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
15.05. 10:30h AK Vertrieb
15.05. 10:30h Workshop "Energievertrieb" (Thüringen)
15.05. - 16.05. 18:00h 25. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Sachsen)
16.05. Workshop "Stadtwerke als Anbieter von Kommunikationsdiensten in Glasfasernetzen" (Baden-Württemberg)
15.05. - 16.05. 18:00h 25. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Sachsen)
22.05. Sitzung des VKU Landesvorstands Thüringen (Thüringen)
23.05. - 24.05. Kompaktwissen Energie-Einkauf - Alles rund um die Beschaffung von Strom und Gas
23.05. - 24.05. Kompaktwissen Energie-Einkauf - Alles rund um die Beschaffung von Strom und Gas