VKU-Broschüre: „Für einen nachhaltigen Schutz unseres Wassers“

29.10.2015. In der gesellschaftlichen Debatte über die Sicherheit unseres Trinkwassers und auch über die Reinigungsleistung der Kläranlagen nimmt das Thema Spurenstoffe einen immer größer werdenden Raum ein. Der VKU hat vor diesem Hintergrund letztes Jahr das Papier mit dem Titel „Für einen nachhaltigen Schutz unseres Wassers“ erarbeitet. Wir haben das Papier aufgrund der hohen Nachfrage und der medialen Diskussion nunmehr als Broschüre gestalten lassen und eine ergänzende Grafik zum Thema Spurenstoffe im Gewässer erarbeiten lassen. 

Ziel ist es, in der Debatte auf die Position der kommunalen Wasserwirtschaft aufmerksam zu machen. Sie können das Papier auch gerne für Ihre Öffentlichkeitsarbeit und politischen Gespräche vor Ort nutzen.  

In den Gewässern finden sich heute unterschiedlichste Schadstoffe wie beispielsweise Rückstände von Haushaltschemikalien, Körperpflegeprodukten, Arzneimitteln oder Pflanzenschutzmitteln. In der Regel sind sie nur in sehr geringen Mengen nachweisbar. Daher werden sie als Mikroverunreinigungen oder Spurenstoffe bezeichnet. Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Deshalb sind solche Spurenstoffe möglichst frühzeitig und vorsorglich dem Wasserkreislauf fernzuhalten.  

Maßnahmen, um diese Stoffe zu vermeiden und zu verringern, sollten zuerst bei dem Verursacher des Schadstoffs und an der Quelle seiner Entstehung ansetzen. Ziel ist es, den Zustand der Gewässer langfristig zu verbessern. Hierbei ist jeweils die kosteneffizienteste Kombination von Maßnahmen zu wählen. Vierte Reinigungsstufen in kommunalen Kläranlagen können trotz des erheblichen Energie- und Ressourceneinsatzes nur einen Teil der Spurenstoffe auf dem Abwasserpfad zurückhalten. Auf diesen Zusammenhang hat der VKU bereits frühzeitig in der Diskussion hingewiesen. 

Es gilt vielmehr, den Verbraucher zu sensibilisieren – nicht zuletzt auch im Sinne des Verbraucherschutzes – und ihm die Möglichkeit zu geben, Produkte in Bezug auf ihre Gewässerbelastung zu bewerten bzw. auszuwählen. Dazu sollte für alle Produkte, die Inhaltsstoffe enthalten, die als prioritäre Stoffe gewässerrelevant sind, eine Produktkennzeichnungspflicht eingeführt werden.

Der VKU begrüßt es daher ausdrücklich, dass das Bundesumweltministerium (BMUB) derzeit an einer ressortübergreifenden Strategie zur Reduktion von Mikroverunreinigungen arbeitet. Hierbei sollen schwerpunktmäßig auch Vorsorgeaspekte im Bereich der Sensibilisierung von Verbrauchern, Industrie und Politik sowie der Vermeidung an der Quelle berücksichtigt werden. Es sollen jedoch auch die technischen Möglichkeiten der Abwasserbehandlung und entsprechende Kosten dargestellt werden. Der VKU hat sich mit dem Papier zum Thema Spurenstoffe bereits frühzeitig positioniert und wird sich aktiv in die Erarbeitung der BMUB-Strategie einbringen.

Gedruckte Exemplare stellen wir Ihnen gern in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Nehmen Sie hierfür mit Frau Klempin (Tel: 030-58580-151, Email: klempin@vku.de) Kontakt auf.

Anlagen:

 

 

Ihre VKU-Ansprechpartnerin: Nadine Steinbach