Politisches Frühstück: flächendeckende digitale Infrastrukturen für Stadt und Land

Mit mit Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch und Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Gerhard Fettweis

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Um die Chancen der Digitalisierung für Städte und Regionen nutzen zu können, brauchen wir digitale Infrastrukturen wie 5G und Glasfaser. Deshalb stand auch das erste Politische Frühstück des VKU in diesem Jahr ganz im Zeichen des digitalen Wandels. Wir haben uns gefreut, dass, trotz zahlreicher konkurrierender Veranstaltungen, die traditionell die erste Sitzungswoche des Bundestags im neuen Jahr füllen, erneut zahlreiche Gäste unserer Einladung ins Steigenberger Hotel Am Kanzleramt folgten. Dazu zählten auch Thomas Bareiß, parlamentarischer Staatssekretär im BMWi, Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär im BMZ sowie Ingbert Liebing, Staatssekretär in der Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Prominente Gäste

Prominente Gastredner waren Prof. Dr. h.c. Roland Koch, Mitglied im Aufsichtsrat Vodafone und Ministerpräsident a.D., und Prof. Dr. Gerhard Fettweis, Vodafone Stiftungsprofessur TU Dresden und Leiter des 5G Labs Germany.

In ihrem Eröffnungsstatement appellierte Katherina Reiche für flächendeckende, leistungsfähige digitale Infrastrukturen in der Stadt und auf dem Land. 5G brauche es buchstäblich an jeder Milchkanne, um die Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere der Hidden Champions in ländlichen Regionen – und den Zusammenhalt unseres Landes zu erhalten. Sie warnte eindringlich vor einem Zweiklassen-Internet in Deutschland und betonte die Notwendigkeit von 5G-Frequenzen zur regionalen Nutzung.

Hintergrund: 5G-Frequenzen sind die technische Voraussetzung für Smart-City-Anwendungen. So wie Firmen die Chance bekommen sollen, eigene Werksnetze aufzubauen, sollten auch Kommunen die Chance bekommen, Smart-City-Netze aufzubauen. So bekommen Kommunen die Möglichkeit, den digitalen Wandel für die Menschen vor Ort selbst zu gestalten.

Ausdrückliche Zustimmung für flächendeckende digitale Infrastrukturen kam auch von Prof. Dr. h.c. Roland Koch: 5G würde revolutionieren, sodass es nicht dem ländlichen Raum vorenthalten werden dürfe, betonte er. Wichtig sei auch flächendeckende Glasfaser – und zwar in jedem Dorf und an jeder Laterne. Tatsächlich funktionieren 5G-Antennen nur, wenn sie an Glasfaser angeschlossen sind. Die Frage sei, wie Glasfaser möglichst schnell in die Fläche gebracht werden könne und wie dies finanziert werden soll. Die Politik müsse dafür den wirtschaftspolitischen Rahmen schaffen.

Zum Schluss skizzierte Prof. Dr. Fettweis den Gästen die Chancen von 5G für Gesellschaft und Wirtschaft. So sei 5G entscheidend für Industrie 4.0, autonomes Fahren sowie die Anwendung der Robotik. Deshalb brauche es beim 5G-Rollout Tempo. Schon in zehn Jahren komme 6G – nun müsse mit 5G die Grundlage gelegt werden, appellierte er.