Erfolgreicher Workshop von VKU-Landesgruppe NRW und EnergieAgentur.NRW zur Flexibilitätsvermarktung

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung erfordert eine Flexibilisierung des Gesamtsystems. Dabei gewinnt die Flexibilitätsvermarktung als Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund haben die VKU-Landesgruppe NRW und die EnergieAgentur.NRW im November einen gemeinsamen Workshop zu Handlungsoptionen der Vermarktung von Flexibilität für Energieversorger veranstaltet.

Mit der Energiewende nimmt der Anteil volatiler Stromerzeugung am Gesamtenergieangebot stetig zu. Erneuerbare Energien sollen in Deutschland zukünftig den Hauptanteil der Energieversorgung übernehmen. Bis 2050 soll ihr Anteil am Bruttostromverbrauch bei mindestens 80 Prozent liegen. Aus den gesetzten Zielen resultieren wichtige Herausforderungen für den Umbau der Energiewirtschaft. Das System muss große Mengen fluktuierender, also nicht-steuerbarer („unflexibler“) Energieerzeugung integrieren. Die Komplexität und die Anforderungen an das Stromversorgungssystem, die sich daraus ergeben werden, nehmen zu. Notwendige Investitionen werden zu steigenden Kosten führen, mit Folgen für den Strompreis.

Damit diese Entwicklung nicht zu einer schwindenden Akzeptanz bei den Endkunden führt, sind geeignete Lösungen und Anreize erforderlich, die einen kosteneffizienten Umbau des Energiesystems unterstützen. Der Gesetzgeber hat mit dem Strommarktgesetz 2016 bereits die Weichen gestellt. Demnach sollen für die Ermöglichung einer kostengünstigen Integration der erneuerbaren Energien das Stromangebot und die Stromnachfrage nutzenbringender aufeinander abgestimmt werden.

Mögliche Hemmnisse sollen beseitigt und ein Rahmen geschaffen werden, der die Flexibilisierung bei der Strombereitstellung und der Stromnachfrage unterstützt. Die Flexibilitätsvermarktung als Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage ermöglicht es, die Flexibilitätspotenziale zu erschließen und im Sinne des gesamten Energiesystems kosteneffizient einzusetzen.

Kommunale Energieversorgungsunternehmen haben sich dieser Aufgabe gestellt und engagieren sich bereits in dem neuen Geschäftsfeld Flexibilitätsvermarktung.

Vor diesem Hintergrund haben die VKU-Landesgruppe NRW und die EnergieAgentur.NRW im November einen gemeinsamen Workshop zur Flexibilitätsvermarktung bei den Stadtwerken Düsseldorf veranstaltet. Unter den Workshop-Teilnehmern waren sechs fachkundige Referenten aus Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und Beratung. Neben Robin Mohr (Stadtwerke Düsseldorf) und Dr. Jürgen Kruse (VKU-Landesgruppe NRW) als Vertreter der Kommunalwirtschaft, referierten Alexander Krautz (Next Kraftwerke), Dr. Klaas Bauermann (Statkraft), Kevin Kotthaus (Bergische Universität Wuppertal) sowie Dr. Wolfgang Zander (BET). Gemeinsam diskutierten die Teilnehmer und Referenten, welche Handlungsoptionen derzeit für Stadtwerke und Energieversorger bestehen, um heutige und zukünftige Geschäftsmodelle der Vermarktung von Flexibilität erfolgreich umzusetzen.

Bei Rückfragen zu der Veranstaltung steht Ihnen Dr. Jürgen Kruse gerne zur Verfügung.