Aktualisierung des Positionspapiers „Wasserstoff als tragende Säule der Wärmewende“

Eco friendly clean hydrogen energy concept. 3d rendering of hydrogen icon on fresh spring meadow with blue sky in background. © H2_malp_stock.adobe.com

Der völkerrechtswidrige Einmarsch Russlands in die Ukraine und die seit Monaten anhaltenden Zerstörungen haben eine neue und bis vor kurzem undenkbar scheinende geopolitische Realität geschaffen - auch im Hinblick auf die Energiepolitik. Als Gaslieferant fällt Russland nun aus. Der Krieg in der Ukraine hat die Notwendigkeit verschärft und den Zeitdruck für den Umstieg auf erneuerbare Energien in Deutschland noch einmal erhöht. Gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran: Für ein ressourcenschonendes und klimaneutrales Wohnen und Wirtschaften hat Deutschland den Kohle- und Atomausstieg und damit den massiven Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen. Vor diesem Hintergrund haben die Landesverbände des VKU, BDEW und DVGW das Verbändepositionpapier „Wasserstoff als tragende Säule der Wärmewende“ aktualisiert.

In dem Positionspapier fordern die Verbände eine neue Dynamik, die den Aufwuchs von Erneuerbaren Energien und Wasserstofferzeugungsanlagen sowie die Transformation der Versorgungsinfrastrukturen beschleunigt, damit ein schneller Hochlauf eines wettbewerblichen Wasserstoffmarktes gelingt. Dabei könnten dezentrale Projekte wie die Wasserstoff-Nutzung in Quartieren und der Ausbau von Wasserstofftankstellen genauso wie große zentrale Projekte für die Wasserstoffanwendung in der Industrie wichtige Impulse setzen. werden.

Die Verbände begrüßen zudem ausdrücklich das Vorhaben der neuen Landesregierung NRW, kommunale Wärmeplanungen einzuführen. Erste Anforderungen an die kommunale Wärmeplanung lauten:

  • Planinstrumente der kommunalen Energiewirtschaft sind zwingend in der Kommunalen Wärmeplanung zu berücksichtigen
  • Kompetenzen und Erfahrungen der Energieversorger vor Ort nutzen: Kommunale Wärmeplanung als Pflichtaufgabe nur unter Einbeziehung der Energieversorger vor Ort
  • Vollumfängliche Finanzierung der Wärmeplanung durch Bund und Länder

Das Positionspapier steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.