Wasserstoff-Roadmap NRW: Landesregierung stellt erste Eckpunkte vor

Eco friendly clean hydrogen energy concept. 3d rendering of hydrogen icon on fresh spring meadow with blue sky in background. ©H2_malp_stock.adobe.com

Die politische Einleitung des "Wasserstoffzeitalters" wurde durch die Veröffentlichung der Nationalen Wasserstoffstrategie und der EU-Wasserstoffstrategie vollzogen. Das Land Nordrhein-Westfalen zieht nach und wird am 09.11.2020 seine eigene Wasserstoff-Roadmap vorstellen. Mit der Roadmap will sich NRW als Modellregion für eine Wasserstoffwirtschaft positionieren.

Am 04.09.2020 wurden bei der Veranstaltung "Wasserstoffdialog NRW" auf Einladung von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Pinkwart erste Eckpunkte der Roadmap vorgestellt. Außerdem wurde die Weiterentwicklung der Wasserstoffwirtschaft in NRW mit Vertretern von Verbänden und Unternehmen erörtert. Minister Pinkwart unterstrich die Bedeutung eines erfolgreichen Markthochlaufs für NRW und bezeichnete die Schaffung einer Regulierung für Wasserstoffnetze, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie die Prüfung und Einbeziehung dezentraler Erzeugungspotenziale als zentrale Handlungsfelder. Genannt wurde auch die von der VKU-Landesgruppe NRW eingebrachte Forderung nach Berücksichtigung des Wärmemarkts.

Insbesondere die Forderung nach Nutzung auch dezentraler Potenziale ist aus VKU-Sicht sehr zu begrüßen. Bislang richtete sich auch in NRW der politische Fokus zunehmend auf Projekte im großindustriellen Maßstab und die Vorteile einer zentral, an Offshore-Erzeugungskapazitäten und Importen ausgerichteten Wasserstoffwirtschaft. Beim Thema Wasserstoff geht es aber eben nicht nur um die große Stahl- oder Chemieindustrie, es gibt auch viele kleine und mittelständische Betriebe sowie den Mobilitäts- und Wärmesektor, die beim Umstieg auf Wasserstofftechnologie unterstützt werden müssen. Dezentrale Erzeugungspotenziale zur Deckung lokaler/regionaler Bedarfe können dazu einen entscheidenden Beitrag leisten und müssen genutzt werden.

Die VKU-Landesgruppe wird sich dafür weiter bei der Landesregierung und Landespolitik einsetzen. Die Erarbeitung der Wasserstoff-Roadmap und deren anschließende Umsetzung werden wir weiter eng begleiten.