Tag des Wassers am 22. März 2019 - Hessische Infrastruktur muss fit gemacht werden für die Zukunft

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Wiesbaden, 20. März 2019. Am 22. März ist Tag des Wassers. Wasserver- und Abwasserentsorger machen vor diesem Hintergrund auf ihre Infrastrukturen aufmerksam: Wassernetze, versteckt und unsichtbar in der Erde, versorgen uns täglich mit Trinkwasser, Kanäle entsorgen unser Abwasser. Doch das Infrastrukturnetz muss an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Klimawandel und Bevölkerungsentwicklungen erzeugen Anpassungsdruck. Das Ver- und Entsorgungsnetz zu erhalten und weiterzuentwickeln ist eine Daueraufgabe. Die kommunale Wasserwirtschaft stellt sich ihr aktiv. Doch auch die Politik ist gefordert: Sie muss den Versorgern den Rücken frei halten – mit einem verlässlichen politischen Rahmen und ohne immer neue kostentreibende Initiativen.

Bernd Petermann, Geschäftsführer Zweckverband Stadt und Kreis Offenbach und Mitglied des hessischen Landesgruppenvorstands des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): „Wassernetze und Abwasserkanäle sind ein wertvoller Schatz unter der Straße. Diesen Schatz zu erhalten und fit zu machen für die Zukunft ist eine Daueraufgabe. Gute Versorgung gibt es aber nicht zum Nulltarif. Das Bevölkerungswachstum im Rhein-Main-Gebiet erfordert vielerorts größere Investitionen in die Wassernetze und in Abwasserkanäle. Mit Blick auf Trockenperioden, wie im Jahr 2018, sind Investitionen in Wasserverbundsysteme zur Stärkung der Versorgungssicherheit von großer Bedeutung. Die Politik muss Versorgern den Rücken frei halten. Ländliche Regionen dürfen nicht allein gelassen werden. Dort, wo immer mehr Menschen wegziehen und der Rest für die bestehende Infrastruktur bezahlt, wird es ohne Förderung nicht gehen. Auch hier gilt, immer die passende Lösung vor Ort zu finden: Was für Offenbach geeignet ist, muss nicht in Kassel oder im Odenwald passen.“

Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin Hessenwasser GmbH & Co. KG und Mitglied des VKU-Landesgruppenvorstands ergänzt: „Deutschland hat im weltweiten Vergleich genügend Wasserressourcen. Dank einer hochentwickelten Infrastruktur sichert die Wasserversorgung den Ausgleich zwischen lokalen Bedarfs- und Dargebotsunterschieden. Es gilt nun die Resilienz dieser Versorgungssysteme anzupassen an die extremen Bedarfsspitzen, die sich aus der Kombination von Bevölkerungszunahme und heißen, trockenen Sommern ergeben. Die Aufgabe der kommunalen Wasserversorger ist es, auch in Spitzenzeiten im Hochsommer sowohl die Trinkwasserversorgung als auch die leitungsgebundene Bereitstellung von Löschwasser aus dem Trinkwassernetz zuverlässig zu sichern. Die Hessische Landespolitik hat in der Vergangenheit wesentlich zum Ausbau einer nachhaltigen Versorgungsinfrastruktur beigetragen. Diesen bewährten Weg sollte die Landespolitik gemeinsam mit den kommunalen Wasserversorgern auch in Zukunft weiter beschreiten.“

Ernst Appel, Erster Betriebsleiter Stadtentwässerung Frankfurt und Mitglied des VKU-Landesgruppenvorstands: „Unsere Kanalisation pauschal für Extremwetterereignisse auszubauen funktioniert nicht. Die Antwort ist komplexer als nur der Bau größerer Rohre. Die Anpassung an den Klimawandel ist ein Gemeinschaftsprojekt. Alle Akteure in der Stadt, in einer Kommune sind gemeinsam gefragt und müssen integrierte Maßnahmen umsetzen. Wir brauchen mehr Sickerflächen in der Stadt, mehr Begrünung auf Dächern und Fassaden, mehr Wasserflächen.“ Weitere Materialien zum Tag des Wassers finden Sie auch online unter https://tagdeswassers.vku.de/

 

In Hessen sind 149 kommunale Unternehmen im VKU organisiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen in Hessen leisten jährlich Investitionen in Höhe von über 900 Millionen Euro, erwirtschaften einen Umsatz von knapp 14 Milliarden Euro und sind wichtiger Arbeitgeber für fast 25.000 Beschäftigte.