08.10.2018 Pressemitteilung: VKU-Landesgruppenversammlung | Wir halten Bayern am Laufen

Am 09./10.10.2018 fand in Freising die VKU-Landesgruppenversammlung statt.

Freising/München, 08.10.2018. Mehr als 70 Vertreter aus Stadtwerken, Wasserver- und Abwasserentsorgern, aus Landes- und Kommunalpolitik sowie kommunalen Spitzenverbänden kamen am 9. und 10. Oktober 2018 nach Freising, um kurz vor der Landtagswahl über aktuelle Entwicklungen in der Kommunalwirtschaft zu diskutieren. Anlass war die Mitgliederversammlung des VKU Bayern, die unter dem Motto „Wir halten Bayern am Laufen“ stand. Mit dabei waren unter anderem der bayerische Staatsminister für Bundesangelegenheiten Dr. Florian Herrmann, Hubert Aiwanger (Spitzenkandidat der Freien Wähler) und Ludwig Hartmann (Spitzenkandidat Bündnis 90 / Die Grünen) sowie die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Katherina Reiche. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: „Unsere Unternehmen sorgen seit mehr als 100 Jahren dafür, dass die Menschen verlässlich mit Strom, Gas und dem Lebensmittel Nummer 1 „Trinkwasser“ versorgt werden. Das ist unser Selbstverständnis, hinter dem sehr viel technisches Know-how und eine hohe Anpassungsfähigkeit an Veränderungen vor Ort steht. Zu einer modernen Daseinsvorsoge gehört für uns schnelles Internet dazu. Gerade für den ländlichen Raum als Wohn- und Wirtschaftsstandort bietet die Digitalisierung große Chancen. Allerdings sind weiße Flecken beim Breitband und Funklöcher im Mobilfunk leider die Regel statt die Ausnahme. Glasfasernetze sind auch Voraussetzung für den nächsten Mobilfunkstandard 5G. Beides gibt es nur im Doppelpack. Für den Weg in die Gigabit-Gesellschaft braucht es deshalb Planungssicherheit und Perspektiven. Beispielsweise müssen wir Kooperationen fördern und den ineffizienten Über- und Doppelausbau von Glasfaserleitungen vermeiden. Und beim 5G-Ausbau brauchen wir einen Rahmen, der das Miteinander auf Augenhöhe von kleinen und großen Playern lokal wie national ermöglicht.“

Josef Hasler, Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Bayern, ergänzte: „Digitalisierung und Energiewende müssen Hand in Hand gehen. Gerade mit Blick auf die Stromverteilnetze, die schon heute mehr als 90 Prozent des Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen aufnehmen, brauchen wir entsprechende Daten, damit die Kommunikation zwischen den vielen tausenden Anlagen erneuerbarer Energien, den Speichern und den Stromkunden klappt. Nur mit diesen Daten ist es möglich, dass der vor Ort produzierte Strom auch ortsnah verbraucht wird. Stadtwerke vor Ort sind die idealen Partner, um diese neuen Strukturen zu koordinieren.“ Hasler weiter: „Schon heute verbinden kommunale Unternehmen Strom, Wärme und Mobilität, nutzen Energie aus Abfall und Klärwerken, stellen Strom und Wärme aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung bereit. Diese sogenannte Sektorkopplung müssen wir ausbauen. Sie braucht die volle Aufmerksamkeit der Politik. Stolpersteine wie Endabgaben für Speicher oder fehlende Anerkennung von Kosten intelligenter Stromnetzsteuerung muss die Politik aus dem Weg räumen. Innerhalb der kommenden Wahlperiode geht das letzte Kernkraftwerk 2022 vom Netz, weshalb jetzt die Rahmenbedingungen für die neuen, dezentralen Strukturen geschaffen werden müssen.“

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