VKU positioniert sich zu Starkregen-Gefahrenkarten

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Starkregenereignisse sind eine zunehmende Herausforderung für die kommunale Entwässerung. Starkregen-Gefahrenkarten helfen, besonders gefährdete Siedlungsbereiche und damit eine mögliche Überflutung der Entwässerungsanlagen zu erkennen. Zentrale Fragen müssen allerdings im Vorfeld zwischen den kommunalen Akteuren geklärt werden.

Darauf weist der VKU-Leitausschuss Wasser/Abwasser in seiner aktuellen Positionierung zur Erstellung und Veröffentlichung von Starkregen-Gefahrenkarten hin. So sollte vor Erstellung einer Gefahrenkarte die damit zusammenhängenden Kostenfragen sowie insbesondere die daraus abzuleitenden Maßnahmen unter Berücksichtigung der kommunalabgaberechtlichen Regelungen geklärt werden. Bund und Länder sind zudem gefordert, für die notwendigen Aktivitäten die erforderlichen Fördermittel bereitzustellen.

Der Leitausschuss Wasser/Abwasser unterstreicht in seiner aktuellen Positionierung, dass die Vorsorge vor Starkregenereignissen und den hiermit gegebenenfalls einhergehenden Sturzfluten eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe ist. Die kommunale Verwaltung und die Stadtentwässerungsbetriebe sind genauso gefragt wie die private Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger. So bieten Starkregen-Gefahrenkarten allen Beteiligten eine einheitliche und gemeinsame Grundlage für die Entwicklung und Bewertung von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen. Kommunale Abwasserentsorger können auf dieser Basis die Auswirkungen von Starkregenereignissen auf ihre Anlagen berücksichtigen. Der Leitausschuss Wasser/Abwasser weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass gerade kommunale Abwasserentsorger einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für ihr Engagement benötigen. Hier bestehen weiterhin gewisse Unsicherheiten. Der VKU setzt sich in den laufenden Gesprächen mit den zuständigen Stellen für eine Klärung der offenen Fragen im Sinne der kommunalen Abwasserentsorger ein.