Neuordnung der Umwelttechnischen Berufe VKU im Gespräch

Am 6. November 2018 fand das erste Verbändegespräch zu einer möglichen Neuordnung der Ausbildungsordnung der vier umwelttechnischen Berufe statt. Ziel war es die Meinungen aller betroffenen Verbände zu hören und daraus einen Fahrplan für eine mögliche Neuord-nung abzuleiten. Eingeladen waren neben dem VKU, Vertreter der zu beteiligenden Verbände DVGW, DWA, VDRK, BDE, bvse sowie Mitarbeiter des BIBB und KWB.

Der VKU hatte bereits im Vorfeld des Termins seine Mitglieder um Rückmeldung zu möglichen Änderungsbedarfen sowie weitergehenden Änderungswünschen gebeten. Dabei zeigte sich, dass die Meinungen sehr heterogen sind und die spezifischen Begebenheiten des jeweiligen Ausbildungsbetriebes eine große Rolle spielen. Insgesamt lässt aber vor allem der Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern alle Unternehmen mit Sorgen auf die Zukunft des Ausbildungsberufes „Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“ blicken.

Gemeinsam mit den anderen Akteuren soll daher an einer Lösung für die gesamte Entsorgungsbranche gearbeitet werden, die den Jugendlichen ebenso wie den Betrieben eine vernünftige Zukunftsperspektive bietet.

Nach der Präsentation des Kuratoriums der deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB) wie ein Neuordnungsverfahren ablaufen würde, konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Verbändetreffens darauf verständigen, bis zum nächsten Termin im Februar 2019 abgestimmte Positionen für oder gegen eine mögliche Neuordnung sowie wesentliche Eckdaten, wie z. B. Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Ausbildungs- und Prüfungsstruktur, vorzulegen.

In diesem Zusammenhang sammelt der VKU weiterhin gern Informationen sowie Anregungen zu nötigen Anpassungen und Aktualisierungsbedarf aus dem Praxisalltag von Auszubildenden sowie Ausbildern. Wer Interesse hat sich aktiv einzubringen, kann sich gern an Frau Auricht wenden.

Duale Ausbildung in Deutschland

Bildung und Qualifizierung sind ein wesentlicher Schlüssel für erfolgreiche Beschäftigungs- und Teilhabechancen jedes Einzelnen.

Der dualen Ausbildung kommt in Deutschland eine grundlegende Bedeutung für die Integration junger Menschen in die Arbeitswelt und die Fachkräftesicherung zu. Angesichts der Chancen und Herausforderungen durch den digitalen Wandel und sich verändernder Qualifikationsanforderungen in der modernen Arbeitswelt müssen die regelmäßige Fortentwicklung von Ausbildungsinhalten, von Lehr-, Lern- und Prüfmethoden sowie eine zeitgemäße Ausbildungsgestaltung sichergestellt werden. Technische Entwicklungen müssen kontinuierlich in die berufliche Bildung einbezogen und für sie verfügbar gemacht werden.

Umwelttechnische Berufe

Zu den sogenannten Umwelttechnischen Berufen zählen neben der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, für Abwassertechnik, sowie für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Die dreijährige Ausbildung teilt sich in eine gemeinsame Ausbildung über Kernqualifikationen für alle vier Sparten und eine entsprechende Fachqualifikation.