Merkblatt zur Entsorgung von Asbest überarbeitet

Wegen der eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren ist der Einsatz von Asbest in Europa, bis auf wenige Ausnahmen, schon seit vielen Jahren verboten. Nach wie vor fallen aber asbesthaltige Abfälle an, insbesondere bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten.

Die  Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft (LAGA) hat Ende Juni 2015 eine überarbeitete Fassung ihrer LAGA Mitteilung 23 „Vollzugshilfe zur Entsorgung asbesthaltiger Abfälle“ herausgegeben, welche unter anderem folgende Themenbereiche regelt:

  • Zuordnung von asbesthaltigen Abfällen zu Abfallschlüsseln und Entsorgungswegen,
  • Überwachung der Entsorgung asbesthaltiger Abfälle
  • Zulassung von Anlagen zur Behandlung oder Ablagerung asbesthaltiger Abfälle
  • Aufstellung von Abfallwirtschaftsplänen oder Abfallwirtschaftskonzepten der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE)

Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger haben in ihren zu erstellenden Abfallwirtschaftskonzepten auch die Entsorgung asbesthaltiger Abfälle zu berücksichtigen. Dabei sind unter anderem das derzeitige und künftige Aufkommen, die vorhandene Entsorgungsstruktur und die Maßnahmen zur Gewährleistung der Entsorgungssicherheit festzuhalten. Bei der Entsorgung von Kleinstmengen müssen die Abfälle in geeigneten und gekennzeichneten Behältnissen aufbewahrt und transportiert werden. Annehmen darf diese Mengen nur Fachpersonal.

Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender, feinfaseriger Minerale (Silikate). Da Asbest außerordentlich hitze- und weitgehend chemikalienbeständig ist, wurde er in den 60er und 70er Jahren in großem Umfang zur Herstellung vielfältiger Produkte eingesetzt.

Das komplette Merkblatt steht auf der Homepage der LAGA im Bereich Publikationen/Mitteilungen kostenlos zum Download zur Verfügung.

Erschienen im NEWSletter Kommunale Abfallwirtschaft vom 14.07.2015