Überarbeitete TRBA 214 in Kraft getreten

Die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffen) wieder. Sie werden vom Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) unter Beteiligung des Ausschusses für Arbeitsmedizin ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl) bekannt gegeben.

Diese TRBA 214 „Anlagen zur Behandlung und Verwertung von Abfällen“ konkretisiert im Rahmen des jeweiligen Anwendungsbereichs die Anforderungen der Biostoffverordnung und der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Die überarbeitete TRBA 214 ist am 3. Juli 2018 in Kraft getreten. Sie kann auf der Seite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) kostenlos heruntergeladen werden.

Der alte Name der TRBA 214 "Abfallbehandlungsanlagen" wurde ersetzt durch "Anlagen zur Behandlung und Verwertung von Abfällen". Grund ist die Aufnahme der Thermischen Abfallbehandlung in die aktuelle TRBA 214. Die in diesem Bereich geltenden Regeln waren zuvor in der TRBA 212 "Thermische Abfallbehandlung: Schutzmaßnahmen" festgelegt. Im gesamten Dokument sind daher an verschiedenen Stellen die energetische Verwertung ergänzt und Teile aus der TRBA 212 übernommen worden.

Das vierte Kapitel zum Thema Gefährdungsbeurteilung ist in Anpassung an die TRBA 400 "Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung und für die Unterrichtung der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen" umgearbeitet worden.