Marktgebietsverantwortliche konsultieren Kosten-Nutzen-Analyse zur Informationsbereitstellung für RLM-Entnahmestellen

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Die Marktgebietsverantwortlichen müssen aufgrund von GABi Gas 2.0 eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellen, in der die Effekte einer besseren, häufigeren und schnelleren Bereitstellung von untertägigen RLM-Daten untersucht werden.

Das heißt, es wurden die Kosten und der Nutzen:

- einer Erhöhung der Häufigkeit der Bereitstellung von Informationen an die Netznutzer,

- einer Verkürzung der Fristen für die Bereitstellung von Informationen und

- einer Verbesserung der Genauigkeit der übermittelten Informationen erhoben. Die KNA hat eine Aufschlüsselung der Kosten – vorrangig bei den Netzbetreibern – und Vorteile – vorrangig bei den Transportkunden – zu enthalten.

Die Verbände BDEW, VKU und GEODE haben in einer Wertschöpfungsstufen übergreifend besetzten Arbeitsgruppe die KNA erarbeitet, die nun von den Marktgebietsverantwortlichen konsultiert wird. Frist für Stellungnahmen ist der 04.06.2018.

Das Konsultationsdokument sowie der dazugehörige Fragebogen sind auf den Internetseiten der Marktgebietsverantwortlichen NCG sowie Gaspool eingestellt. 

Zu den Inhalten und Ergebnissen des Konsultationsdokuments: Derzeit müssen die Verteilnetzbetreiber (VNB) die Ausspeisemengen der RLM-Abnahmestellen zwei Mal am Tag an die Marktgebietsverantwortlichen senden, die die Daten an die Bilanzkreisverantwortlichen weiterleiten. Diese untertägigen Messdaten sind Basis der vorläufigen Allokation der Mengen für die Bilanzkreise. Im Rahmen der KNA wurden die Abweichungen zwischen der endgültigen Mengenallokation und der vorläufigen Allokation ermittelt. Abweichungen von bis zu maximal 5 Prozent sind aus Sicht der Bilanzkreisverantwortlichen gut. In rund 80 Prozent der Fälle halten die VNB diese Datenqualität ein. Eine maximale Abweichung von 5 Prozent in 100 Prozent der Fälle würde bei den Netzbetreibern zwar zu Kosten führen, deren Nutzen bei den Bilanzkreisverantwortlichen jedoch höher wäre. Diese wurde im Szenario 1 der KNA ermittelt: Dies würde zu einmaligen Aufwendungen von etwa 16 Mio. Euro und zu zusätzlichen Kosten von etwa 19,5 Mio. Euro führen. Es entsteht ein Nettonutzen von rund 3 Mio. Euro. Im Szenario 2 wurden Kosten und Nutzen einer höheren Frequenz der Datenübermittlung (statt 2 mal 4 mal untertägige RLM-Auslesung) gegenübergestellt. Hier übersteigen die Kosten den Nutzen deutlich (Kosten: rund 81 Mio. Euro, Nutzen: rund 1 Mio. Euro).