Bundesnetzagentur veröffentlicht Festlegung BEATE

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Die Festlegung zur Bepreisung von Ein- und Ausspeisekapazitäten ist ab dem 1.1.2016 umzusetzen.

BEATE sieht die Einführung von Multiplikatoren auf Kapazitätsentgelte an Grenz- und Marktgebietsübergangspunkten vor: der Multiplikator eines Tagesprodukts beträgt 1,4, eines Monatsprodukts 1,25 und eines Quartalsprodukts 1,1. Die Multiplikatoren sind nicht auf die interne Bestellung anzuwenden.

Für unterbrechbare Kapazitäten wird ein Abschlag vom Entgelt für feste Kapazitäten berechnet. Die Höhe des Abschlags orientiert sich an der Unterbrechungswahrscheinlichkeit zuzüglich einem Sicherheitszuschlag von 10 %. Diese Vorgaben gelten auch für die interne Bestellung.
Die Ein- und Ausspeiseentgelte an Speichern werden mit einem Rabatt von 50 % (bis maximal 90 %) versehen. Dies gilt nicht für Speicher, die an mehr als ein Marktgebiet angeschlossen sind, es sei denn, der Speicherbetreiber weist mittels für die Kunden getrennter Speicherkonten nach, dass die Speicherung nicht der Vermeidung des Transportes zwischen Marktgebieten diente.

Insgesamt entspricht die finale Festlegung von BEATE in weiten Teilen dem Entwurf, zu dem der VKU Stellung bezogen hatte.

Hintergrund der Festlegung

Nach dem Prinzip der Verursachungsgerechtigkeit soll derjenige, der bestimmte Kosten verursacht hat, diese Kosten soweit möglich auch bezahlen (in Form der ihm berechneten Netzentgelte). Durch die Buchung unterjähriger, zeitlich schwankender Kapazitäten verursacht der diese Kapazitäten buchende Netznutzer Leerstandskosten. Diese sollen durch BEATE verursachungsgerecht verteilt werden.
    
Informationen zum Verfahren erhalten Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.