VKU-Umfrage zur Flexibilitätsvermarktung

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Um die Aktivitäten der kommunalen Unternehmen auf dem Gebiet der Flexibilitätsvermarktung besser unterstützen zu können, führte der VKU von Mitte Juli bis Mitte August 2017 eine Erhebung durch. Insgesamt beteiligten sich knapp 11 Prozent (83 Unternehmen) der beim VKU in der Energiewirtschaft tätigen Unternehmen an der Online-Umfrage.

Insgesamt zeigt sich, dass 38,6 Prozent mit Ihrem Unternehmen bereits im Bereich der Vermarktung von Angebots- (flexible Erzeugung) und/oder Nachfrageflexibilität (Flexibilisierung des Verbrauches) aktiv sind. 22,9 Prozent geben an, dass Aktivitäten geplant sind.
Die Unternehmen setzen dabei einen stärkeren Fokus auf die Vermarktung von angebotsseitiger Flexibilität (insbesondere von unternehmenseigenen, dezentralen Erzeugungseinheiten). Allerdings gab auch jeder Zweite an, nachfrageseitige Flexibilität zu vermarkten, was sich vor allem auf Lastverschiebung bei Großkunden > 100.000 kWh konzentriert. Hinsichtlich der Absatzmärkte wird deutlich, dass die Regelleistungsmärkte - primär der Sekundärregelleistungsmarkt - sowie auch der Intradaymarkt am relevantesten sind. Bei 85,7 Prozent der Befragten stehen die Regelleistungsmärkte im Fokus; 53,1 Prozent sehen den Intradaymarkt im Fokus.

Allerdings ist zu erwarten, dass der Intradaymarkt künftig noch stärker frequentiert wird: Bei der Frage, welchem Markt das höchste wirtschaftliche Potenzial zugeschreiben wird, landet der Intradaymarkt an erster Stelle.
Die mit Abstand größte Motivation für die Flexibilitätsmvermarktung ist das Erzielen von Zusatzerlösen als Energiedienstleister, gut jeder Dritte sieht allerdings auch das Sammeln von Erfahrungen in Pilotprojekten als wichtige Motivation.