Digitale Daseinsvorsorge – VKU zum Digitaltag Veranstaltung zu digitalen Perspektiven

Am 18. Juni 2021 fand zum zweiten Mal der bundesweite „Digitaltag 2021“ statt. In zahlreichen Aktionen wurden die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beleuchtet und diskutiert – darunter auch kommunale Unternehmen. Unter dem Motto „Digitale Daseinsvorsorge“ war auch der VKU wieder mit einer eigenen Veranstaltung dabei.

Was macht digitale Daseinsvorsorge aus und wie digital ist die Daseinsvorsorge schon heute? – Diese Fragen standen im Zentrum des VKU-Web-Events „Digitale Daseinsvorsorge“. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing stellte in seiner Begrüßung eine Facette vor: Digitale Lösungen können dazu beitragen, die Daseinsvorsorge fit für die Zukunft zu machen. Weiter ging Dr. Tobias Brosze, Vorstand der Mainzer Stadtwerke und Vorsitzender des Ausschusses Digitalisierung im VKU: Er gab erste Einblicke in ein neues VKU-Positionspapier „Digitale Daseinsvorsorge“, das nach der Sommerpause zur Begleitung der Bundestagswahl veröffentlicht wird. Darin werden 10 Leitideen vorgestellt, wie die digitale Daseinsvorsorge von morgen gestaltet werden kann.

Schon heute werden digitale Lösungen von VKU-Mitgliedern so eingesetzt, dass am Ende die Kommune, die Wirtschaft vor Ort und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort profitieren. Drei konkrete Beispiele lieferten drei Elevator Pitches: Mit dabei war unter anderem das Innovationsunternehmen mendigital – eine gemeinsame Tochter der Stadt und der Stadtwerke Menden. Seit Mai werden hier innovative Digitalisierungsprojekte der Verwaltung und Stadtwerke unterstützt und gefördert, damit diese beschleunigt den Weg in die Umsetzung finden. Auch die ZVO aus Schleswig-Holstein stellte ein spannendes Projekt vor: In Ostholstein analysieren Abfallfahrzeuge per künstlicher Intelligenz-App den Straßenzustand und können Kommunen schnell und günstig Daten zur Reparatur von Schlaglöchern liefern.

Herzstück der Veranstaltung war die hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Moderiert von Dr. Heiko Schäffer diskutierte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des VKU, mit Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Elvan Korkmaz-Emre, stellvertretende digitalpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und Tankred Schipanski, digitalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die lebhafte Diskussion setzte insbesondere die Frage in den Fokus, welche Rahmenbedingungen es jetzt und für die nächste Legislaturperiode braucht, damit die Digitalisierung für alle Bürgerinnen und Bürger noch besser erfahrbar wird und sich der „digital divide“ zwischen einzelnen Regionen minimieren lässt. Zudem wurde intensiv diskutiert, wie digitale Lösungen zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, bspw. dem Klimawandel und der Mobilitätswende, beitragen können.

Ein weiteres Highlight des Digitaltages 2021 war der Auftritt von Dr. Tobias Brosze im Digitaltag-Livestream. Dort stellte sich Dr. Tobias Brosze zusammen mit Iris Plöger vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den Fragen der Moderatorinnen zum Thema Smart City und Smart Country. Dr. Tobias Brosze stellte insbesondere die Notwendigkeit des Ausbaus der digitalen Infrastrukturen in den Vordergrund. Nur wenn ein schneller Anschluss ans Internet eine Selbstverständlichkeit sei, können auch alle Bürgerinnen und Bürger an der digitalen Transformation teilhaben.

Das komplette Interview zum Nachschauen gibt es unter diesem Link oder unter https://youtu.be/A1EnIqYXkKc?t=22044.