Tag des Wassers 2017 - WorldWaterDay

Am 22. März 2017 fand zum 25. Mal der internationale Weltwassertag oder auch Tag des Wassers mit weltweiten Aktionen statt: http://www.worldwaterday.org/. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz "Umwelt und Entwicklung" 1992 in Rio de Janeiro und wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen jährlich begangen. In diesem Jahr stand der Tag des Wasser unter dem Motto „Abwasser“.

Zur Unterstützung Ihrer Kommunikation haben wir Ihnen ein umfangreiches Informationspaket – bestehend aus Positionen, Broschüren und Grafiken - zusammengestellt.

VKU-Grafik: Die Toilette ist kein Mülleimer!

Steigende Müllmengen im Abwasser setzen den Abwassersystemen zu. Feuchttücher, Wattestäbchen und Hygieneartikel gehören nicht in die Toilette. Sie verstopfen Kanäle und Pumpen. Das Entfernen solcher Stoffe ist nur mit erheblichem Aufwand möglich und kann im Einzelfall auch schnell mal mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten. Diese Kosten tragen am Ende alle Verbraucher. Aktuell zahlt ein Haushalt mit 80 Kubikmetern Trinkwassergebrauch und 80 Quadratmetern versiegelter Fläche in Deutschland für die Entsorgung des häuslichen Abwassers im Durchschnitt 37 Cent pro Tag. Damit das so bleibt, ist unbedingt ein Umdenken bei Herstellern und Verbrauchern notwendig. Die kommunale Abwasserwirtschaft fordert hier eine bessere Aufklärung, zum Beispiel durch eine Produktkennzeichnung. Denn: Die Toilette ist kein Mülleimer!

Infrastruktur – Schatz unter der Straße

Die Infrastruktur der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft ist ein bedeutender Vermögenswert der Bürgerinnen und Bürger einer Kommune. Sie ist ein zuverlässiger „Schatz unter der Straße“ und die Voraussetzung für die hohe Qualität und Versorgungssicherheit. Diesen Schatz gilt es angemessen zu wahren! Damit dies gelingt, ohne die Bürgerinnen und Bürger übermäßig durch steigende Entgelte zu belasten, muss die Politik eine Reihe von Rahmenbedingungen beachten.

Abwasserentgelte – Leistungsfähigkeit der kommunalen Abwasserentsorger erhalten

Zurzeit müssen sich die kommunalen Abwasserentsorger mit zahlreichen politischen Initiativen auseinandersetzen, die teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Abwasserentgelte haben werden. Aus Sicht der kommunalen Abwasserwirtschaft ist es dringend geboten, nicht nur die fachliche Auseinandersetzung in jedem einzelnen Themenfeld mit den beteiligten Akteuren zu führen, sondern auch die Aufmerksamkeit der politisch Handelnden auf die Kostenfolgen in der Gesamtschau zu lenken. Mit dem Positionspapier „Leistungsfähigkeit der kommunalen Abwasserentsorger erhalten“ liefert der VKU die dafür nötige Grundlage.

Spurenstoffe – Für einen nachhaltigen Schutz unseres Wassers

In der gesellschaftlichen Debatte über die Sicherheit unseres Trinkwassers nimmt das Thema Spurenstoffe einen immer größer werdenden Raum ein. Die in diesem Rahmen gebotene Antwort darauf lautet: Die gesetzlichen Grundlagen, allen voran die Trinkwasserverordnung und die Technischen Regeln sowie eine intensive Überwachung gewährleisten, dass die Wasserversorgungsunternehmen Trinkwasser liefern, das nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit bedenkenlos ein Leben lang getrunken werden kann. Die Forderung, dieses auch zukünftig sicherzustellen, ist eine zunehmende Herausforderung für die Ver- und Entsorgungsunternehmen.

Starkregen – eine gemeinsame Herausforderung für Kommunen und kommunale Unternehmen

Starkregen, Extremregen, Katastrophenregen: Sie alle beschreiben Regenereignisse mit großen Mengen, die innerhalb kürzester Zeit zumeist in einem lokal begrenzten Bereich niedergehen. Die Intensität dieser Regenereignisse liegt deutlich über den für die Bemessung der Entwässerungssysteme zugrunde gelegten Bemessungsregen. Diese Ereignisse können überall auftreten und sind oft mit einem hohen Schadenspotenzial für Siedlungsgebiete verbunden. Die Anzahl der Starkregen hat laut einer Untersuchung des Deutschen Wetterdienstes im gesamten Verlauf des letzten Jahrhunderts kontinuierlich zugenommen und sich dabei zunehmend verstärkt. Dieser Trend setzt sich laut Klimaforschern auch im 21. Jahrhundert fort. Benötigt wird ein regional angepasster und integrativer Lösungsansatz.

Niederschlagswasserbehandlung

Die Verteilung der Niederschlagsmengen in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich. Ziel der Niederschlagswasserbehandlung ist es, einen optimalen Schutz der Gewässer unter der Wahrung der Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Pläne der Bundesregierung sehen vor, den Stand der Technik im Bereich der Niederschlagswasserbehandlung bundesweit einheitlich festzulegen. Vor diesem Hintergrund hat der VKU eine Broschüre zur Niederschlagswasserbehandlung von kommunalen Unternehmen vorgelegt. Sie soll als Hilfestellung für VKU-Mitgliedsunternehmen im Hinblick auf die Planung, Organisation und Durchführung der Niederschlagswasserbehandlung dienen.

Energie im Fokus 2.0 - Energieeffizienz in der kommunalen Wasserwirtschaft

Wasserver- und Abwasserentsorger gehören zu den größten kommunalen Stromabnehmern. Die Ausnutzung der Energiepotenziale ist somit  eine der wichtigsten Säulen für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen. Effizienzmaßnahmen entlasten die Kostenseiten von Unternehmen, sorgen für stabile Preise und Gebühren und leisten einen beträchtlichen Beitrag zum Klimaschutz. 

VKU-Grafik: Wie lange muss man für die Entsorgung des pro Tag anfallenden häuslichen Abwassers arbeiten?

Jeder Bürger verbraucht nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes 121 Liter Trinkwasser pro Tag. Der Großteil davon, den wir zum Beispiel zum Duschen, Kochen, Waschen, Spülen und Putzen verwenden, verlässt den Haushalt als Abwasser und fließt zusammen mit dem Regenwasser über ein umfassendes Kanalsystem zu den öffentlichen Kläranlagen. Die Entsorgungskosten für das täglich anfallende, häusliche Schmutz- und Niederschlagswasser betragen 37 Cent im Durchschnitt. Bei einer Wochenarbeitszeit von 32,9 Stunden (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2013) bedarf es lediglich einer durchschnittlichen Arbeitszeit von einer Minute und 50 Sekunden.  Damit zeigt sich: Kommunale Abwasserentsorger sorgen zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig für die Sammlung, Ableitung und Behandlung des täglich anfallenden, häuslichen Abwassers.