Heizspiegel 2020 veröffentlicht – VKU erneut Kooperationspartner

Berlin, 27. Oktober 2020. Mehr als zwei Drittel des Endenergieverbrauchs privater Haushalte lassen sich auf das Heizen zurückführen. Wie hoch die Heizkosten dabei ausfallen, hängt in erster Linie vom energetischen Zustand des Gebäudes und der Effizienz der Heizung ab. Damit kommunale Energieversorger ihre Kunden bei der energetischen Bewertung ihrer individuellen Wohnsituation vor dem Hintergrund der zum 1. Januar 2021 startenden CO2-Bepreisung noch besser beraten können, ist der VKU wieder Kooperationspartner des heute veröffentlichten Heizspiegels für Deutschland 2020.

Der Heizspiegel bietet Eigentümern und Mietern eine Orientierungshilfe bei der Einordnung ihres Heizenergieverbrauchs und ihrer Heizenergiekosten. Sie können prüfen, ob ihr Heizenergieverbrauch im Vergleich zu ähnlichen Gebäuden eher niedrig, durchschnittlich, erhöht oder zu hoch ist. Ebenso informiert der Heizspiegel über die CO2-Emissionen unterschiedlicher Energieträger und Heizsysteme. Kommunale Energieversorger können den Heizspiegel als Instrument für die Kundenberatung und bei der geförderten Energieberatung vor Ort einsetzen. Wird ein erhöhter oder zu hoher Heizenergiebedarf festgestellt, können Effizienzpotentiale identifiziert und durch verschiedene Dienstleistungen wie etwa eine Modernisierung der Heizungsanlage gehoben werden.

„Das Erreichen der Klimaziele ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, auch durch richtiges und effizientes Heizen. Die aktive Nutzung des Heizspiegels in der Kundenkommunikation zahlt dabei auf ein klimafreundliches Verhalten der Kundinnen und Kunden ein. Kommunale Energieversorger können die Verbraucher dabei mit ihren Energiedienstleistungen unterstützen. Damit trägt das Instrument des Heizspiegels zum Erreichen der EU-Klimaziele und dem von der Bundesregierung angestrebten Ziel eines klimaneutralen Gebäudestands bis 2050 bei. Vor dem Hintergrund des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) ist es richtig, dass der Heizspiegel die ab 2021 startende CO2-Bepreisung thematisch aufgreifen wird. Denn im Sektor Wärme schlummert noch viel Potential zur Reduktion schädlicher Klimagase“, so VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Hintergrund:

Der Heizspiegel für Deutschland ist ein Angebot von co2online und wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Weiterer Kooperationspartner ist der Deutsche Mieterbund. Der Heizspiegel 2020 beruht auf einer Auswertung von über 147.000 Gebäudedaten. Der Heizspiegel erscheint seit 2005. Mehr: www.heizspiegel.de.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.500 Stadtwerke und kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit mehr als 275.000 Beschäftigten wurden 2018 Umsatzerlöse von rund 119 Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 12 Milliarden Euro investiert. Im Endkundensegment haben die VKU-Mitgliedsunternehmen große Marktanteile in zentralen Ver- und Entsorgungsbereichen: Strom 62 Prozent, Erdgas 67 Prozent, Trinkwasser 90 Prozent, Wärme 74 Prozent, Abwasser 44 Prozent. Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen durch getrennte Sammlung entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 67 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Immer mehr kommunale Unternehmen engagieren sich im Breitbandausbau. 190 Unternehmen investieren pro Jahr über 450 Mio. EUR. Sie steigern jährlich ihre Investitionen um rund 30 Prozent. Beim Breitbandausbau setzen 93 Prozent der Unternehmen auf Glasfaser bis mindestens ins Gebäude.