Termine Dezember 2017

04.12. - 05.12.
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04.12. 10:30h
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05.12.
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05.12.
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05.12.
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04.12. - 05.12.
VKU-PR-Forum
06.12.
VKU-Infotag: Praxistraining Wasserpreise kalkulieren
06.12.
VKU-Infotag: Basiswissen Energie- und Stromsteuer
12.12.
VKU-Infotag: Strom- und Wärmespeicher als Geschäftsfeld für kommunale EVU
12.12.
VKU-Infotag: Forderungsmanagement in der Unternehmenspraxis
14.12.
VKU-Infotag: Steuern in der kommunalen Entsorgungswirtschaft

Gute Böden sind essenziell für den Grundwasserschutz. Der VKU zum Internationalen Tag des Bodens

Berlin, 04.12.2017. Morgen, am 5. Dezember 2017, ist Internationaler Tag des Bodens. Zahlreiche Aktionen machen an diesem Tag auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden aufmerksam, die auch einen unverzichtbaren Beitrag für den Grundwasserschutz leisten.
„Am Weltbodentag ist es für uns Kommunale ein besonderes Anliegen, das Augenmerk auf unsere Böden zu richtig. Denn deren Schutz und der Trinkwasserschutz sind eng miteinander verknüpft”, sagt Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

Wenn die Böden jedoch – etwa in Folge starker landwirtschaftlicher Düngung – zunehmend belastet sind, führt das insbesondere bei einem abnehmenden Nitratabbauvermögen der Böden zu steigenden Nitratkonzentrationen im Grundwasser. Auch die kürzlich vom Bundesrat verabschiedete Stoffstrombilanzverordnung wird daran nichts ändern, da sie eine Reihe neuer Schlupflöcher aufmacht. Vor allem große Betriebe könnten letztlich sogar mehr düngen als vorher. „Wir verlieren damit erneut wertvolle Jahre für den Gewässerschutz, dabei ist es längst fünf nach zwölf. Die Gewässerqualität kann man sich nicht schönrechnen. Wir brauchen endlich ein echtes Steuerungsinstrument für den Schutz des Wassers. Andernfalls müssten die Verbraucher mit höheren Preisen und zusätzlichen Kosten bei der Trinkwasseraufbereitung rechnen", so Reiche. „Böden schützen heißt Trinkwasserressocurcen schützen“.

Aus Sicht der kommunalen Abfallwirtschaft ist zu begüßen, dass in die Stoffstrom-bilanzverordnung eine sogenannte Länderöffnungsklausel aufgenommen wurde. Damit können die Besonderheiten bestimmter Düngemittel berücksichtigt werden, wodurch die Stoffstrombilanzverordnung mit der Düngeverordnung sinnvoll harmonisiert, die bereits eine entsprechende Öffnungsklausel für den Ländervollzug enthält. Die Länder können so den weiteren Einsatz von Komposten aus Bioabfällen ermöglichen, die zum größten Teil nicht auswaschbaren Stickstoff enthalten und zur Bodenverbesserung beitragen. Damit ist die Kreislaufwirtschaft von Bioabfällen gesichert.

Hintergrund: Der Weltbodentag wurde 2002 beim 17. Weltkongress der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) ins Leben gerufen. Zahlreiche Aktionen machen an diesem Tag auf die lebenswichtige Bedeutung der Böden aufmerksam. So leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für Klimaschutz, Artenvielfalt und Nahrungsmittelversorgung.

Bitte beachten Sie hierzu auch die VKU-Grafik über die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Trinkwassergewinnung und  -verbrauch.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.460 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über 262.000 Beschäftigten wurden 2015 Umsatzerlöse von mehr als 115 Milliarden Euro erwirtschaftet und rund 11 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment große Marktanteile in zentralen Versorgungsbereichen (Strom 60 Prozent, Erdgas 65 Prozent, Trinkwasser 87 Prozent, Wärmeversorgung 69 Prozent, Abwasserentsorgung 42 Prozent). Sie entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 66 Prozent die höchste Recyclingquote in der Europäischen Union hat. Die kommunalen Unternehmen versorgen 5,7 Millionen Kunden mit Breitband. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7 Milliarden Euro, um dann insgesamt 6,3 Millionen Menschen an schnelles Internet anschließen zu können.

Geschäftsführer Kommunikation: Carsten Wagner

Pressesprecher: Stefan Luig

Stv. Pressesprecherin: Elisabeth Mader