Deutschland verfügt über sehr gute Trinkwasserqualität
Trinkwasser aus den knapp 2.000 zentralen Wasserversorgungsanlagen hat eine gute bis sehr gute Qualität. Zu diesem Schluss kommt der dritte Bericht über die Qualität des Trinkwassers in Deutschland für den Zeitraum 2008 bis 2010, den das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt Ende Dezember 2011 vorgelegt haben. Demnach halten die Anlagen zu mehr als 99 Prozent die Grenzwerte bei den meisten mikrobiologischen und chemischen Qualitätsparametern ein. Die rückläufigen Grenzwertüberschreitungen bei Nitrat belegen keinesfalls eine entsprechende Reduktion bei der Nitratbelastung der Rohwasserressourcen. Daher fordert der VKU, Nitrateinträge insbesondere aus landwirtschaftlichen Quellen zu vermeiden. Hierzu ist die Harmonisierung des landwirtschaftlichen Fachrechts mit den Vorgaben des Wasserrechts erforderlich. Grenzwertüberschreitungen in 1 bis 3 Prozent der Überwachungsmessungen zeigten sich über den gesamten Berichtszeitraum lediglich in den Untersuchungen auf einzelne Wirkstoffe des Parameters "Pestizide - einzeln". Dabei handelt es sich um Überschreitungen bei den Wirkstoffen Atrazin (12 Untersuchungen), Desethylatrazin (17 Untersuchungen) und Dichlorprop (2 Untersuchungen). Beim Parameter "coliforme Bakterien" war der Grenzwert in 2008 in 3,4 Prozent der im Wasserwerk und Rohrnetz genommenen Proben überschritten. Am Zapfhahn beim Verbraucher waren jedoch über 99,3 Prozent aller Proben hinsichtlich coliformer Bakterien nicht zu beanstanden. Es handelte sich oft um sporadische Überschreitungen, die bei weiteren Untersuchungen nicht bestätigt wurden. Für Nitrat bestätigen die neuen Daten den bereits vorher beobachteten rückläufigen Trend von 1,1 Prozent Grenzwertüberschreitungen im Jahr 1999, 0,13 Prozent im Jahr 2004 und 0,08 Prozent im Jahr 2007 auf nahezu 0 Prozent im Berichtsjahr 2010. Die Abnahme an Überschreitungen bei Nitrat erlaubt keinen unmittelbaren Rückschluss darüber, dass auch der Nitratgehalt der Rohwässer im gleichen Zeitraum analog zurückgegangen ist oder tatsächlich abgenommen hat. Die Einhaltung der Nitratgrenzwerte im Trinkwasser geht wahrscheinlich vielmehr auf die Einführung weitreichender Aufbereitungsverfahren zur Nitrateliminierung in den zentralen berichtspflichtigen Wasserversorgungsanlagen zurück. Grenzwertüberschreitungen beim Parameter Blei wurden hauptsächlich am Zapfhahn beim Verbraucher nachgewiesen und sind ein Indiz für noch vorhandene Bleileitungen in der Trinkwasser-Installation oder für Armaturen, die nicht die allgemein anerkannten Regeln der Technik erfüllen. Ein Nichtbeachten der allgemein anerkannten Regeln der Technik ist meist auch Ursache für die Nichteinhaltung der Parameterwerte für Kupfer, Nickel und Cadmium. Teilweise werden beispielweise ohne Konsultation eines Installateurfachbetriebes Armaturen durch die Nutzer selbst eingebaut, die für den Kontakt mit Trinkwasser nicht geeignet sind. Die EG-Trinkwasserrichtlinie verpflichtet alle Mitgliedstaaten dazu, alle drei Jahre einen Trinkwasserbericht vorzulegen. Das für Trinkwasser verantwortliche Ministerium ist in Deutschland das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Die fachliche Zuarbeit erfolgt durch das Umweltbundesamt (UBA). Dessen Zuständigkeit ergibt sich aus der Fachaufsicht des BMG über das Fachgebiet "Trink- und Badebeckenwasserhygiene" des UBA. Der Bericht basiert auf Messungen in allen 1.938 großen zentralen Wasserversorgungsanlagen in Deutschland (ohne Baden-Württemberg und Saarland, da die Zahlen nicht vorlagen). Diese geben im Durchschnitt mehr als 1.000 Kubikmeter Wasser am Tag ab bzw. versorgen mehr als 5.000 Personen. Zusammen verteilen diese Anlagen in 2010 rund 3,8 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr und beliefern damit 70,01 Millionen Menschen, also 91,7 Prozent der deutschen Bevölkerung. Anlagen:

Deutschland verfügt über sehr gute Trinkwasserqualität

Eine junge Frau füllt in einer Küche Trinkwasser aus dem Wasserhahn in eine Flasche

18.01.2012. Trinkwasser aus den knapp 2.000 zentralen Wasserversorgungsanlagen hat eine gute bis sehr gute Qualität. Zu diesem Schluss kommt der dritte Bericht über die Qualität des Trinkwassers in Deutschland für den Zeitraum 2008 bis 2010, den das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt Ende Dezember 2011 vorgelegt haben. Demnach halten die Anlagen zu mehr als 99 Prozent die Grenzwerte bei den meisten mikrobiologischen und chemischen Qualitätsparametern ein. Die rückläufigen Grenzwertüberschreitungen bei Nitrat belegen keinesfalls eine entsprechende Reduktion bei der Nitratbelastung der Rohwasserressourcen. Daher fordert der VKU, Nitrateinträge insbesondere aus landwirtschaftlichen Quellen zu vermeiden. Hierzu ist die Harmonisierung des landwirtschaftlichen Fachrechts mit den Vorgaben des Wasserrechts erforderlich.

Grenzwertüberschreitungen in 1 bis 3 Prozent der Überwachungsmessungen zeigten sich über den gesamten Berichtszeitraum lediglich in den Untersuchungen auf einzelne Wirkstoffe des Parameters "Pestizide - einzeln". Dabei handelt es sich um Überschreitungen bei den Wirkstoffen Atrazin (12 Untersuchungen), Desethylatrazin (17 Untersuchungen) und Dichlorprop (2 Untersuchungen).

Beim Parameter "coliforme Bakterien" war der Grenzwert in 2008 in 3,4 Prozent der im Wasserwerk und Rohrnetz genommenen Proben überschritten. Am Zapfhahn beim Verbraucher waren jedoch über 99,3 Prozent aller Proben hinsichtlich coliformer Bakterien nicht zu beanstanden. Es handelte sich oft um sporadische Überschreitungen, die bei weiteren Untersuchungen nicht bestätigt wurden.

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Ihre VKU-Ansprechpartnerin: Nadine Steinbach


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Termine Mai 2012

04.05. 10:30h 31. Sitzung Ausschuss des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
08.05. Social Media für Stadtwerke (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
09.05. - 10.05. Branchenwissen Stadtwerke (Berlin)
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
10.05. VKU-Finanzierungskonferenz
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
09.05. - 10.05. Branchenwissen Stadtwerke (Berlin)
10.05. 17:30h Parlamentarischer Abend am 10. Mai 2012 - MiFID II: Energiehandel im Fokus der Finanzaufsicht
07.05. - 11.05. IFAT ENTSORGA 2012 (Bayern)
15.05. 10:30h AK Vertrieb
15.05. 10:30h Workshop "Energievertrieb" (Thüringen)
15.05. - 16.05. 18:00h 25. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Sachsen)
16.05. Workshop "Stadtwerke als Anbieter von Kommunikationsdiensten in Glasfasernetzen" (Baden-Württemberg)
15.05. - 16.05. 18:00h 25. Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsrates beim VKU (Sachsen)
22.05. Sitzung des VKU Landesvorstands Thüringen (Thüringen)
23.05. - 24.05. Kompaktwissen Energie-Einkauf - Alles rund um die Beschaffung von Strom und Gas
23.05. - 24.05. Kompaktwissen Energie-Einkauf - Alles rund um die Beschaffung von Strom und Gas